
Deutschland-Liveblog: AfD-Abgeordneter befürwortet Widerspruchslösung
Deutschland-Liveblog : AfD-Abgeordneter befürwortet Widerspruchslösung 25.06.2026, 17:58Lesezeit: 1 Min. Mitarbeiter des DRK mit einer Kühlbox für eine OrganspendePicture AllianceBundestag debattiert über Organspende...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Deutschland-Liveblog : AfD-Abgeordneter befürwortet Widerspruchslösung 25. 2026, 17:58Lesezeit: 1 Min. Mitarbeiter des DRK mit einer Kühlbox für eine OrganspendePicture AllianceBundestag debattiert über Organspende +++ AfD hatte geschlossenes Nein zur Widerspruchslösung angekündigt +++ alle Entwicklungen im Liveblog Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Organspende-DebatteDer Bundestag debattiert über eine mögliche Reform der Organspenderegelung.
Dabei gilt kein Fraktionszwang: Die Abgeordneten sind, wie in bio- und medizinethischen Fragen üblich, nur ihrem Gewissen verpflichtet. Die AfD hat das Thema dennoch in ihr Wahlprogramm aufgenommen und schürt Zweifel an der Hirntoddiagnose, die in der Medizin seit vielen Jahren üblich ist. Eine Abgeordnetengruppe mit Vertretern von Union, SPD, Grünen und Linken fordert die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung.
Die Einzelheiten
Das bedeutet: Im Normalfall ist davon auszugehen, dass ein erwachsener Mensch, der einen Hirntod erleidet, bereit ist, seine Organe an Patienten zu spenden. Nur wenn er hinterlegt hat, keine Organe spenden zu wollen, oder die Angehörigen wissen, dass er dies nicht möchte, ist eine Spende ausgeschlossen. Bislang ist es andersherum: Nur wer sich explizit für die Organspende entscheidet, etwa mit einem entsprechenden Ausweis oder einem Eintrag ins Organspenderegister, kommt infrage.
Dem Antrag der Abgeordnetengruppe zufolge sollen Ausnahmen weiterhin für Menschen gelten, die nicht geschäftsfähig sind. Klicken Sie auf „Mehr anzeigen“, um weiterzulesen:"},{"_type":"Tik::Model::Content::RichTextContentBlock","local_id":"bopZyvWn6v1x2xtB7Ff4","text":"Warum wollen die Abgeordneten eine Reform? Der wichtigste Grund ist, dass die Spendezahlen in Deutschland stagnieren.
Von einer Widerspruchslösung erhoffen sich die Abgeordneten eine signifikante Steigerung. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod mindestens ein Organ gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zuletzt mitteilte. Pro Million Einwohner spendeten damit im Durchschnitt 11,8 Menschen nach ihrem Tod mindestens ein Organ.
Was Experten sagen
In Spanien, das bei diesem Thema als Vorbild gilt, liegt dieser Wert konstant bei rund 50. Auch in Nachbarländern, mit denen Deutschland bei der Organspende zusammenarbeitet, werden mehr Organe gespendet – wovon Deutschland profitiert, es werden mehr Organe aus dem Ausland nach Deutschland gespendet als andersherum. In den vergangenen Jahren wurde mit verschiedenen Kampagnen, der Einführung von Transplantationsbeauftragten an zahlreichen Kliniken und dem neuen Organspenderegister versucht, die Zahlen zu steigern – vergeblich.
Zudem argumentieren die Befürworter damit, dass die Angehörigen, die oft überfordert sind, wenn sie nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen gefragt werden, durch die Widerspruchslösung entlastet würden. Warum gibt es bislang keine Organspenderegelung?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





