
Die Linke: Luigi Pantisano bittet CDU nach »Faschismus«-Vergleich um Entschuldigung
AfD-Äußerung auf Parteitag Linkenchef Pantisano bittet CDU nach »Faschismus«-Zitat um Entschuldigung Der neue Linkenchef Luigi Pantisano hat seinen CDU-AfD-Vergleich nach scharfer Kritik erst relativiert – nun gibt er...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. AfD-Äußerung auf Parteitag Linkenchef Pantisano bittet CDU nach »Faschismus«-Zitat um Entschuldigung Der neue Linkenchef Luigi Pantisano hat seinen CDU-AfD-Vergleich nach scharfer Kritik erst relativiert – nun gibt er sich zerknirscht. Zugleich bekräftigt er seine »grundlegende Kritik am Rechtskurs der Union«. 45 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Neuer Linkenchef Pantisano: »Verkürzt und in dieser Form falsch« Foto: Michael Bahlo / dpa Der neu gewählte Linkenchef Luigi Pantisano versucht, nach seinen harten Äußerungen über die »faschistische Politik« der CDU wieder auf die Christdemokraten zuzugehen. Seine Aussage, dass er derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD sehe, »war verkürzt und in dieser Form falsch«, sagte Pantisano der Nachrichtenagentur dpa.
Die Einzelheiten
»Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen. « Pantisano hatte am Freitag in einem Interview mit der »Bild« die Politik von CDU und AfD verglichen und beides »faschistisch« genannt. Die Aussage hatte über das Wochenende für viel Empörung gesorgt, bei Vertreterinnen und Vertretern in CDU, SPD und bei den Grünen – aber auch innerhalb der Linken.
Die Partei hatte in Potsdam ihren Parteitag abgehalten, auf dem auch Pantisano zum Nachfolger von Jan van Aken gewählt wurde. Er erhielt ein denkbar schlechtes Ergebnis, nur 53,3 Prozent der Delegierten wählten ihn ins Amt. Mehr zum Thema Parteitag in Potsdam: Luigi Pantisano nur knapp zum Linken-Co-Chef gewählt Parteitag in Potsdam: Was die AfD-Aussage des neuen Linkenchefs über den Zustand seiner Partei verrät Aus Potsdam berichten Anna Reimann und Marc Röhlig Nach Faschismusvorwurf: Daniel Günther fordert neuen Linkenchef Pantisano zum Rücktritt auf Zunächst hatte der Baden-Württemberger versucht, die Aussage zu relativieren.
Die »Bild« habe den Satz aus dem Kontext gerissen. Dann wiederholte er den »Faschismus«-Vorwurf jedoch nach seiner Bewerbungsrede. Er ruderte später zurück und nannte die Aussage unglücklich und verkürzt.
Was Experten sagen
»Die Unterscheidung dürfen wir nicht verwischen«Nun gibt sich Pantisano zerknirscht: »Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen, die die Demokratie abschaffen wollen, dürfen wir nicht verwischen. « Er bekräftigte aber zugleich seine »grundlegende Kritik am Rechtskurs der Union«. Dieser werde auf dem Rücken vieler Menschen im Land ausgetragen.
»Ebenso bleibt meine Sorge über ein mögliches weiteres politisches Zusammenrücken von CDU und AfD bestehen«, sagte der 46-Jährige. Neuer Linke-Vorsitzender: »Das war ein krasser Fehlstart« 2 Min Pantisano ist der erste linke Parteichef mit Migrationsgeschichte.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





