
Großbritannien: Geschichten von gescheiterten Premiers
Gescheiterte britische Premierminister Durchgangsstation Downing Street Ein Zocker, ein Populist, eine Regierungschefin für sechs Wochen: Schon in den Jahren vor Keir Starmer war der Posten des britischen Premiers ein...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Gescheiterte britische Premierminister Durchgangsstation Downing Street Ein Zocker, ein Populist, eine Regierungschefin für sechs Wochen: Schon in den Jahren vor Keir Starmer war der Posten des britischen Premiers ein Schleudersitz – und geprägt von Skandalen. Die Geschichten von sechs Niederlagen. 39 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern 1 / 6 Ein Zocker, der danebenlag: Soll Großbritannien in der EU bleiben oder diese verlassen? Mit einem Referendum über diese Frage wollte sich der konservative Premier David Cameron eigentlich Rückhalt für seinen moderat EU-freundlichen Kurs holen.
Die Einzelheiten
Nur: Er bekam ihn nicht. Nachdem die Briten 2016 mehrheitlich für den Brexit gestimmt hatten, zog sich Cameron vom Posten des Regierungschefs zurück. Foto: Andy Rain / EPA Bild vergrößern 2 / 6 Die Scherben ihres Vorgängers versuchte dann Theresa May zusammenzukehren.
Drei Jahre lang regierte sie das Land, dreimal lehnte das britische Parlament den von ihr mit der EU ausgehandelten Brexit-Plan ab. Ohne den Rückhalt der konservativen Tories zog sie die Notbremse und trat im Juli 2019 zurück. Das Foto zeigt sie 2026 mit dem früheren EU-Kommissionspräsidenten Barroso (links) und dem früheren spanischen Regierungschef Aznar.
Foto: Antonio Cotrim / EPA Bild vergrößern 3 / 6 Was Theresa May nicht gelang, das schaffte dann Boris Johnson: Nach harten Kämpfen innerhalb seiner Partei und auf EU-Ebene führte er sein Land im Jahr 2020 aus der Union heraus. Trotz dieses aus der Sicht seiner Partei großen Erfolgs war seine Amtszeit geprägt von Skandalen. Beispiele: der Luxusumbau seines Dienstsitzes oder Gartenpartys mitten im Coronalockdown.
Was Experten sagen
Nachdem bekannt wurde, dass Johnson von Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen seinen Tory-Parteikollegen Chris Pincher gewusst und ihn dennoch in ein wichtiges Amt gehievt hatte, erklärte Johnson im Sommer 2022 seinen Rücktritt. Foto: Justin Tallis / Bild vergrößern 4 / 6 Gerade mal sechs Wochen war Liz Truss im Amt – dann war Johnsons konservative Nachfolgerin schon am Ende. Ihre kurze Ära war geprägt von einem Zickzack-Kurs und erratischen Entscheidungen.
In die Kritik geriet Truss vor allem durch von ihr geplante Steuererleichterungen, die nach einhelliger Meinung ein Finanzchaos ausgelöst hätten. Am Ende gab sie sich einsichtig: »Mir ist klar, dass ich das Mandat nicht erfüllen kann. « Foto: HENRY NICHOLLS / Bild vergrößern 5 / 6 Auch Truss' konservativer Nachfolger Rishi Sunak konnte die negative Dynamik für die Tories nicht durchbrechen.
Nach einer Reihe unglücklicher Auftritte und nach chronisch ausbleibendem politischen Erfolg war Rishi Sunak seinen Posten als Premierminister im Sommer 2024 los. Immerhin ging er nicht wegen einer Affäre, sondern nach einer verlorenen Wahl.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





