
Ebola in DR Kongo laut WHO weiter außer Kontrolle
Hohe Dunkelziffer Ebolaausbruch in DR Kongo laut WHO weiter außer Kontrolle WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die von Ebola betroffene Region in der Demokratischen Republik Kongo besucht. Die Krankheit habe immer...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Hohe Dunkelziffer Ebolaausbruch in DR Kongo laut WHO weiter außer Kontrolle WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die von Ebola betroffene Region in der Demokratischen Republik Kongo besucht. Die Krankheit habe immer noch einen Vorsprung, sagt er – auch wegen der hohen Dunkelziffer. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde am Flughafen Bunia der Demokratischen Republik Kongo Foto: Glody Murhabazi / Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht nach wie vor Aufholbedarf beim Kampf gegen den Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. »Die Krankheit hatte einen Vorsprung, und wir hinken immer noch hinterher«, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.
Die Einzelheiten
Er war zuvor auf einem mehrtägigen Besuch in der betroffenen Region im Osten des Landes. Das tödliche Virus hatte sich wahrscheinlich schon wochenlang in der Provinz Ituri an der Grenze zu Uganda und im Südsudan ausgebreitet, bevor es Mitte Mai entdeckt wurde. Der inzwischen bestätigte, seltene Bundibugyo-Typ des Ebolavirus war mit herkömmlichen Tests nicht erkannt worden.
Bild vergrößern WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (links) Foto: Gradel Muyisa Mumbere / Im Kongo gibt es nach Behördenangaben mittlerweile 363 bestätigte Fälle im Osten des Landes, darunter 62 Todesfälle. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Die tatsächliche Zahl könnte also deutlich höher liegen.
Im Nachbarland Uganda sind nach Angaben der dortigen Behörden bislang 15 Fälle bestätigt worden. Der Kampf gegen die tödliche Krankheit sei kompliziert, so Tedros. Unter anderem sei es nach wie vor schwierig, die Kontakte von Infizierten zu isolieren und zu überwachen.
Was Experten sagen
Das sei bislang erst bei 45 Prozent der Kontakte gelungen, nötig seien aber mehr als 90 Prozent, um die Ausbreitung zu stoppen. Zudem müsse noch mehr getan werden, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, damit Kranke sich melden und in den Behandlungszentren bestmöglich versorgt werden können. Misstrauen, Aberglaube und Desinformation halte viele Menschen davon ab, sich oder ihre Angehörigen behandeln zu lassen.
Parallel treibe die WHO die Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika für diesen Virustyp mit Hochdruck voran, sagte Tedros. Infizierte Häftlinge aus Behandlungszentrum geflohenDie Zahl der Verdachtsfälle ist nach Angaben der WHO deutlich von mehr als 1200 auf weniger als 170 gesunken, weil die meisten Proben von Menschen, bei denen Ebola-Verdacht bestand, negativ waren. Die bisherigen Proben seien nun weitgehend abgearbeitet, so die WHO.
Sie hilft den Behörden dabei, die Testkapazitäten in der Region deutlich auszubauen. Am Mittwoch machten die kongolesischen Behörden gar keine neuen Angaben zu Verdachtsfällen mehr.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





