
Eklat im PEN America: „Nicht der richtige Zeitpunkt für ein jüdisches Buch“
Eklat im PEN America : „Nicht der richtige Zeitpunkt für ein jüdisches Buch“ Ein Kommentar von Tania Martini 17.07.2026, 15:26Lesezeit: 3 Min. Der äthiopisch-amerikanische Schriftsteller Dinaw Mengestupicture alliance /...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Eklat im PEN America : „Nicht der richtige Zeitpunkt für ein jüdisches Buch“ Ein Kommentar von Tania Martini 17. 2026, 15:26Lesezeit: 3 Min. Der äthiopisch-amerikanische Schriftsteller Dinaw Mengestupicture alliance / Gattoni/LeemaIm US-Literaturbetrieb greift ein stiller Boykott gegen jüdische Autoren um sich.
Nun eskaliert der Streit beim PEN America: Der Präsident wirft hin und lobt die offene Ausgrenzung allen Ernstes als „Dialog“. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Versuche, den Nahostkonflikt im PEN America zu lösen, nehmen zunehmend groteske Züge an. Die Schriftstellerorganisation erlebt seit dem 7.
Die Einzelheiten
Oktober 2023 heftige interne Kontroversen. Immer wieder wurde über die korrekte Dosierung von Mitgefühl für Israelis und Palästinenser gestritten und darüber, wie man sich zum Gazakrieg positionieren solle. Boykotte von Autorinnen und Autoren führten 2024 zur Absage der PEN Literary Awards und des World Voices Festival.
Wenig später trat die langjährige Geschäftsführerin Suzanne Nossel zurück – ihr war eine zu israelfreundliche Haltung vorgeworfen worden –, während Ex-Präsident Ayad Akhtar den Kurs der Organisation öffentlich verteidigte. Vergangene Woche ist auch der äthiopisch-amerikanische Schriftsteller Dinaw Mengestu nach nur sieben Monaten im Amt als Präsident zurückgetreten, und wieder ging es um kulturellen Boykott. Auslöser des Streits war ein PEN-Beitrag über die zunehmende Diskriminierung nicht nur israelischer, sondern jüdischer Autoren im Allgemeinen.
Unter dem Titel „A Silent Moratorium“ berichten mehr als 30 Schriftsteller, Agenten, Lektoren und andere Beteiligte von wachsender Isolation im Literaturbetrieb. Der Beitrag ist auf der Website des PEN nachzulesen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen „Ist dein Lieblingsautor Zionist??? “Die Jerusalemer Literaturagentin Deborah Harris, die normalerweise fünf bis zehn Romane jährlich in die USA verkauft, erzählt, dass sie seit dem 7. Oktober keinen einzigen mehr verkauft hat.
Von Lektoren sei sie gebeten worden, keine israelischen Autoren mehr vorzuschlagen. Eine im Internet kursierende Liste mit dem Titel „Ist dein Lieblingsautor ein Zionist??? “ führt Autoren auf, die boykottiert werden sollen.
Um dort zu erscheinen, reicht es schon, an bestimmten Literaturveranstaltungen teilgenommen zu haben, die aus Sicht der BDS-Bewegung boykottiert werden sollten. Auch, so der PEN-Beitrag, kann ein Israelbesuch oder die literarische Darstellung einer israelischen Romanfigur genügen, um dort gelistet zu werden. Ebenso sollte man tunlichst vermeiden, etwas so Verwerfliches wie Verständnis für „beide Seiten“ zu äußern, denn in der gehegten Logik der Eindeutigkeit reicht das, um der falschen Seite zugeschlagen zu werden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




