
Engagierte Wissenschaft: Apologie des Aktivismus
Engagierte Wissenschaft : Apologie des Aktivismus Gastbeitrag Von Dieter Schönecker 10.07.2026, 11:21Lesezeit: 4 Min. Normsetzender Philosoph: Immanuel Kantpicture alliance / imageBROKERAktivismus ist nicht per se ein...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Engagierte Wissenschaft : Apologie des Aktivismus Gastbeitrag Von Dieter Schönecker 10. 2026, 11:21Lesezeit: 4 Min. Normsetzender Philosoph: Immanuel Kantpicture alliance / imageBROKERAktivismus ist nicht per se ein Verstoß gegen wissenschaftliche Prinzipien.
Das wahre Problem ist die epistemische Arroganz. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zu den vielen falschen Thesen von Marx gehört auch die berühmte 11. Feuerbach-These: ,,Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern.
Die Einzelheiten
“ Das ist falsch, weil zumindest die normativen Disziplinen (nicht nur) innerhalb der Philosophie durch ihre Interpretationen eben diese Welt verändern wollten und verändert haben. Nichts ändert die Welt so sehr wie unsere Deutung. Gleichwohl hat vor kurzem Konrad Liessmann in dieser Zeitung den von ihm sogenannten „Aktivismus“ mancher Wissenschaftler kritisiert.
Er beruft sich dabei auf Max Weber, der den „entscheidenden Aspekt“ der Wissenschaftsfreiheit benannt habe; es gehe darum, „die wissenschaftliche Forschung von Werturteilen frei zu halten. “ Weit über hundert Jahre nach dem ersten Werturteilsstreit und auch lange nach dem Positivismusstreit erscheint das erstaunlich naiv. Nicht nur ist die geforderte Wertfreiheit der Wissenschaft, wie schon Popper konstatiert hat, selbst ein Wert, so dass, wer eine absolute Wertfreiheit fordert, sich in einen performativen Widerspruch begibt; ja, überhaupt nach Erkenntnis unter den Bedingungen von Objektivität, Offenheit usw.
streben zu wollen, ist ein Wert. Vor allem aber gibt es nicht nur deskriptive, sondern auch präskriptive Wissenschaften und damit auch normatives Engagement, das wissenschaftlich legitimiert ist. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Wenn etwa Kant für ein republikanisch organisiertes, liberales Staatswesen argumentiert, dann sagt er: so soll es sein. Er behauptet die Existenz naturrechtlicher Normen, und indem er sie wissenschaftlich verteidigt, handelt er und engagiert sich. Um Beispiele aus der gegenwärtigen Philosophie zu geben: Christine Bratus Einsatz gegen Sexismus (einer ihrer Vorträge heißt „Sexismus verstehen, Sexismus bekämpfen“) ist ebenso legitim wie Markus Gabriels normatives Engagement für einen ethischen Kapitalismus.
Denn solches Engagement ist zwingend in die normativen Wissenschaften eingebaut; eine normative Theorie ist selbst als solche bereits normative und politische Praxis. Gewiss ist dieses aktivistische Element nicht das gleiche wie etwa der Besuch einer Demonstration oder die Unterschrift unter eine Petition; und dennoch ist es der Qualität nach auf derselben Ebene ‒ Engagement für ein Gut oder eine Norm. Übrigens ist ja auch Liessmanns Beitrag genau dies: normatives Engagement für die Freiheit der Wissenschaft, das aus seiner Wissenschaft (der Philosophie) erwächst.
Epistemische ArroganzNicht nur die Philosophie ist eine normative Wissenschaft.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




