
Erdbeben in Venezuela: Wenn Soldaten Studenten um Hilfe bitten
Erdbeben in Venezuela : Wenn Soldaten Studenten um Hilfe bitten Von Tjerk Brühwiller, Caracas 01.07.2026, 11:55Lesezeit: 6 Min. Freiwillige suchen Überlebende in den Trümmern nach den Erdbeben in Caraballeda im...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Erdbeben in Venezuela : Wenn Soldaten Studenten um Hilfe bitten Von Tjerk Brühwiller, Caracas 01. 2026, 11:55Lesezeit: 6 Min. Freiwillige suchen Überlebende in den Trümmern nach den Erdbeben in Caraballeda im Bundesstaat La Guaira.
AFPDas Regime in Caracas wehrt sich gegen Vorwürfe, die Erdbebenopfer nicht zu unterstützen. Und Oppositionsführerin Machado kündigt ihre Rückkehr an. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Platz vor der Universidad Central de Venezuela (UCV) in Caracas ähnelt einem großen Ameisenhaufen.
Die Einzelheiten
Über tausend freiwillige Helfer, größtenteils Studenten, eilen mit Säcken, Kisten und Flaschen umher. Menschen stehen in Warteschlangen, um etwas für die Opfer der Erdbebenkatastrophe zu spenden. Eine Woche ist vergangen seit dem schweren Beben, das Ausmaß der Tragödie wird immer deutlicher.
Täglich steigen die Opferzahlen. Tausende sind obdachlos und haben alles verloren. Freiwillige Helfer waren die Ersten, die verschüttete Opfer in den ersten Tagen nach dem Beben bargen.
Sie waren die Ersten, die mit Wasser und Lebensmitteln in die am stärksten betroffenen Küstengebiete gelangten. Und auch eine Woche nach dem Beben wäre Venezuela ohne die Initiative der venezolanischen Zivilgesellschaft längst in eine humanitäre Krise geschlittert. Nicht nur vor der UCV werden Spenden gesammelt.
Was Experten sagen
An unzähligen Orten in Caracas und im ganzen Land geben die Leute ein bisschen von dem, was sie eigentlich selber gut gebrauchen könnten, um denen zu helfen, die gar nichts mehr haben. Das Spendenzentrum vor der Universidad Central de Venezuela (UCV) in CaracasTjerk BrühwillerDie Studenten und Dozenten der UCV und anderer Universitäten organisieren den gesamten Prozess, von der Annahme und Überprüfung der Hilfsgüter bis zur Verpackung und Weiterleitung. Er sei seit Tag eins hier, sagt José Castillo, der hinter einer Schranke steht, wo Kartonschachteln mit medizinischem Material sortiert werden.
Der Student berichtet von Hilfsgütern, die aus weit entfernten Bundesstaaten eintreffen. Castillo erzählt bewegt von einer Kiste aus dem fernen Bundesstaat Monagas, in der auch eine Nachricht steckte, welche die Freiwilligen in ihrer Arbeit bestärkte und ihnen für ihr Engagement dankte. Auch ganz einfache Bürger bringen, was sie entbehren können, und kommen mit einer Packung Windeln oder einer Schachtel Handschuhen aus der Apotheke.
Die Fähigkeit der Venezolaner, sich selbst zu helfenStudent José Castillo vor der UCV in CaracasTjerk BrühwillerCastillo betont, dass diese Hilfsbereitschaft tief in der Kultur der Venezolaner verwurzelt sei und über politische oder religiöse Grenzen hinausgehe. „Das ist das Wesen der Venezolaner, so sind wir“, sagt er. Niemand komme hierhin, um ein Selfie zu machen und sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen oder Propaganda zu betreiben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





