Ersatz für Schwarzes Loch: Ein Sternenkollaps, der zum Urknall führt
Ersatz für Schwarzes Loch : Ein Sternenkollaps, der zum Urknall führt Von Sascha Zoske 25.06.2026, 14:22Lesezeit: 4 Min. Geburt eines Mini-Universums: So könnte ein Sternenkollaps aussehen.Jampolski/RezzollaStatt eines...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ersatz für Schwarzes Loch : Ein Sternenkollaps, der zum Urknall führt Von Sascha Zoske 25. 2026, 14:22Lesezeit: 4 Min. Geburt eines Mini-Universums: So könnte ein Sternenkollaps aussehen.
Jampolski/RezzollaStatt eines Schwarzen Lochs könnte beim Zusammensturz eines massereichen Sterns auch ein Gravastern entstehen. Frankfurter Astrophysiker haben durchgerechnet, was dabei passiert. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn Daniel Jampolski an die Grenzen des Vorstellbaren geht, benutzt er dazu oft Stift und Papier.
Die Einzelheiten
Natürlich kommt auch in der theoretischen Astrophysik früher oder später der Computer zum Einsatz – die Differentialgleichungen, mit denen sich Jampolski beschäftigt, sind anders nicht zu lösen. Aber bevor das mathematische Handwerk beginnen kann, ist erst einmal Kreativität gefragt. Und wenn Jampolski mit seinem Chef Luciano Rezzolla neue Ideen entwickelt, greifen die beiden immer noch gerne zu den gleichen Utensilien wie Albert Einstein vor 100 Jahren.
Der jüngste Gedanke, den die beiden Wissenschaftler der Goethe-Universität verfolgt haben, ist, einfach gesagt, dieser: Muss der Kollaps eines massereichen Sterns immer mit einem Schwarzen Loch enden? Schwarze Löcher könnten beim Zusammensturz eines ausgebrannten, sehr großen Sterns entstehen – das lässt sich aus Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie ableiten. Sie besitzen allerdings zwei Eigenschaften, die Forschern missfallen, weil sie sich nicht für die Empirie eignen: einen Ereignishorizont und eine Singularität.
In Schwarzen Löchern wird Materie unvorstellbar stark verdichtet. Ihre Gravitation ist so gewaltig, dass ihr jenseits einer bestimmten Grenze – dem Ereignishorizont – nicht einmal das Licht entkommen kann. Was bedeutet: Alles, was hinter diesem Horizont geschieht, bleibt der Außenwelt auf immer verborgen.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Im Mittelpunkt des Schwarzen Lochs, auch das lässt sich errechnen, wäre die Krümmung der Raumzeit unendlich groß. Alle bekannten Naturgesetze verlören dort ihre Gültigkeit, es ließe sich nicht vorhersagen, was passiert.
Einen Punkt, auf den das zutrifft, nennt man Singularität. Finster und dicht, aber ohne SingularitätUm sich diese beiden Annahmen zu ersparen, haben Astrophysiker vor rund einem Vierteljahrhundert eine andere Lösung für das Kollaps-Problem vorgeschlagen: den Gravastern. Auch ein solcher Himmelskörper wäre finster und enorm dicht, aber er hätte anders als ein Schwarzes Loch eine Oberfläche.
Dunkle Energie – eine hypothetische Kraft, die der Gravitation entgegenwirkt – könnte verhindern, dass dieses Gebilde vollends in sich zusammenstürzt. Jampolski hat nun in seiner Masterarbeit eine Lösung der Einsteinschen Gleichungen gefunden, die zeigt, wie ein solcher Prozess ablaufen könnte. Beim Zusammenstürzen des erloschenen Sterns käme es demnach kurz vor Erreichen des Endpunkts zu einem „Mini-Urknall“ ähnlich jenem, aus dem das Universum entstanden ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





