
ESA: Astronaut Matthias Maurer übt Zähne ziehen
Deutscher Raumfahrer Astronaut Matthias Maurer ist auch Teilzeitzahnarzt Im All einen Arzt zu finden, dürfte schwierig sein. Für den Ernstfall müssen Astronauten also ein medizinisches Training absolvieren. Matthias...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Deutscher Raumfahrer Astronaut Matthias Maurer ist auch Teilzeitzahnarzt Im All einen Arzt zu finden, dürfte schwierig sein. Für den Ernstfall müssen Astronauten also ein medizinisches Training absolvieren. Matthias Maurer sagt, er habe beim Zähneziehen mehr gelitten als seine Übungspatienten.
53 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Astronaut Matthias Maurer Foto: Christoph Reichwein / dpa Was ist eigentlich, wenn Astronauten im All Zahnschmerzen bekommen oder eine Platzwunde erleiden?
Die Einzelheiten
Der deutsche Astronaut Matthias Maurer, 56, hat darauf die Antwort gegeben: Sie müssen auf die Kollegen vertrauen und sich gegenseitig versorgen. Das heißt auch Zähne ziehen oder Wunden nähen. Über das spezielle Training, das Astronauten dafür durchlaufen, berichtete Maurer am Rande eines gemeinsamen Besuches mit Raumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Köln.
»Als ESA-Astronaut macht man ein medizinisches Feldtraining. Wir gehen in eine Klinik und durchlaufen verschiedene Stationen«, sagte Maurer. Dort übe man etwa das Nähen von Wunden oder auch einen Katheter bei Harnverhalt zu legen, also wenn jemand nicht auf die Toilette kann.
Auch einfache zahnärztliche Behandlungen gehören nach Maurers Angaben zum Programm. »Teil der Ausbildung war dann auch bei mir, dass ich einen richtigen Zahn ziehen durfte. Also ein fauler Zahn war es, kein gesunder Zahn.
Was Experten sagen
« Dies habe er bisher bei zwei älteren Patienten geübt. Einer habe, so Maurer, nur noch einen Zahn gehabt. »Und das war unter strenger ärztlicher Aufsicht, und diese Person wurde vorinformiert und hat sich bereit erklärt, dass das von einem Nichtprofi, so wie mir, dann durchgeführt werden durfte.
« Er habe mit den Patienten mitgelitten, sagte Maurer. »Wahrscheinlich habe ich sogar mehr gelitten, weil es doch eine unangenehme Sache ist, jemandem einen Zahn zu ziehen. « Maurer rechnet fest mit Trip zum MondDer 56-Jährige ist optimistisch, dass er Teil einer der »Artemis«-Mondmissionen der US-Raumfahrtbehörde Nasa sein wird.
»Ich denke, ich habe eine ganz große Chance, zum Mond zu fliegen, vielleicht auch auf dem Mond zu landen, den Mond zu erkunden. Das ist ein ganz großer Traum von mir. « Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Deutscher zum Mond fliege, schätze er fast größer ein, als dass die deutsche Nationalmannschaft einen fünften Weltmeistertitel hole, scherzte Maurer.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





