
Eurozone: Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal überraschend
Schwächelnde Konjunktur Wirtschaft in der Eurozone schrumpft überraschend Neue Daten zeigen, dass die Wirtschaft im Euroraum im ersten Quartal leicht geschrumpft ist. Vor allem Irland hat seine Daten nach unten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schwächelnde Konjunktur Wirtschaft in der Eurozone schrumpft überraschend Neue Daten zeigen, dass die Wirtschaft im Euroraum im ersten Quartal leicht geschrumpft ist. Vor allem Irland hat seine Daten nach unten korrigiert – auch wegen Trumps Zöllen. 15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Euro-Logo in Frankfurt: das schwache Wachstum bringt die Notenbank EZB in Zugzwang Foto: Matias Basualdo / ZUMAPRESS. com / picture alliance Schlechte Nachrichten von der europäischen Konjunktur: Die Wirtschaft in der Eurozone ist im ersten Quartal überraschend geschrumpft.
Die Einzelheiten
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Die Statistiker korrigierten damit eine frühere Schätzung nach unten, die noch ein Miniwachstum von 0,1 Prozent ergeben hatte. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht.
Die Korrektur hatte sich abgezeichnet, nachdem zuvor Irland seine Konjunkturdaten massiv revidiert hatte. Auf der Insel brach das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 12,1 Prozent ein, nachdem zunächst nur ein Minus von zwei Prozent gemeldet worden war. Bittere Pille aus IrlandDer Absturz ist auf Sondereffekte im großen multinationalen Sektor des Landes zurückzuführen, insbesondere in der Pharmabranche.
Im vergangenen Jahr wuchs die irische Wirtschaft um 12,3 Prozent. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, angetrieben durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle und eine boomende Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehmmedikamente. Dieser Effekt kehrte sich nun um.
Was Experten sagen
»Insgesamt erschweren die irischen Zahlen die Interpretation des Konjunkturtrends in der Eurozone erheblich«, sagte der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann. Für die Europäische Zentralbank (EZB) macht das die Sache nicht einfacher. Sie dürfte kommenden Donnerstag ihren Leitzins zum ersten Mal seit fast drei Jahren anheben.
Ökonomen rechnen fest damit, dass die Währungshüter den Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent heraufsetzen werden. Seit dem Ausbruch des Irankriegs ist die Inflation vorwiegend wegen des hohen Ölpreises gestiegen: Lag die Teuerungsrate im Februar noch bei 1,9 Prozent, waren es im Mai schon 3,2 Prozent. Dies liegt deutlich über der Zielmarke der EZB von zwei Prozent.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





