
Evelyn Zupke: DDR-Hymne bei AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau – SED-Opferbeauftragte spricht von »Verharmlosung«
Scharfe Kritik von Evelyn Zupke DDR-Hymne bei AfD-Veranstaltung – SED-Opferbeauftragte spricht von »Verharmlosung« Uwe Steimle hat bei einer Veranstaltung die DDR-Hymne gesungen, AfD-Prominenz und Besucher stimmten ein....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Scharfe Kritik von Evelyn Zupke DDR-Hymne bei AfD-Veranstaltung – SED-Opferbeauftragte spricht von »Verharmlosung« Uwe Steimle hat bei einer Veranstaltung die DDR-Hymne gesungen, AfD-Prominenz und Besucher stimmten ein. Für SED-Opfer sei das »unerträgliche« Geschichtsvergessenheit, kritisiert die Ombudsfrau Zupke. 24 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern SED-Opferbeauftragte Zupke: »Unerträgliche« Geschichtsvergessenheit Foto: Tilo Strauss / Photothek Media Lab / picture alliance Der Kabarettist Uwe Steimle sieht sich nach einem Auftritt bei einer AfD-Veranstaltung im sachsen-anhaltischen Dessau-Roßlau mit scharfer Kritik konfrontiert. Steimle hatte zum Abschluss der Diskussionsveranstaltung statt der deutschen Nationalhymne zunächst die Hymne aus der Zeit der SED-Diktatur angestimmt.
Die Einzelheiten
Das sei für Opfer des damaligen Systems eine »unerträgliche« Geschichtsvergessenheit und keine Satire, sagt nun Evelyn Zupke, die SED-Opferbeauftragte. Zupke ist Ombudsperson für die Anliegen der Opfer der SED-Diktatur. »Ich habe mich stets gegen eine Verharmlosung der DDR ausgesprochen.
Und das Singen der DDR-Nationalhymne gehört für mich dazu«, sagte sie der »Rheinischen Post«. Die Hymne habe »eine hohe Symbolkraft für einen Staat, der eine Diktatur war, ein Unrechtsstaat, der seine Bürger überwachte, der sie schikanierte, der sie einsperrte. Ein Staat, in dem fundamentale Menschenrechte tagtäglich verletzt wurden.
« Bild vergrößern AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau: Siegmund, Chrupalla, Steimle Foto: Jan Woitas / dpa Viele der Besucher stimmten am Dienstagabend ein, als Steimle die Hymne »Auferstanden aus Ruinen« anstimmte. Auch AfD-Co-Chef Tino Chrupalla und der sachsen-anhaltische AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sangen zumindest Teile der Hymne mit. Ein Attentäter für Friedrich Merz und Angela Merkel »an die Wand stellen«: Auf der Veranstaltung erging sich Steimle auch in Gewaltfantasien.
Was Experten sagen
Das hat Folgen: In der Sache ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau. Lesen Sie hier mehr dazu. Steimle: »Wir sind ein besetztes Land.
Und das ist eine Schande«Steimle wies die Kritik an seinem Auftritt unterdessen zurück. »Ich habe mir nichts vorzuwerfen«, sagte Steimle dem rechten Alternativmedium »Kontrafunk«. Er versuche, mit den Mitteln der Satire aufzurütteln, so Steimle.
Er sei »ein alter Linker« und lasse sich nicht zu einem »neuen Rechten« machen. Steimle sagte weiter, er sei überrascht, wie textsicher die Menschen gewesen seien. »Im Saal haben alle mitgesungen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





