
Frankreich gegen Marokko: „In den Köpfen vieler Marokkaner schwebt der Gedanke an eine Revanche“
Frankreich gegen Marokko : „In den Köpfen vieler Marokkaner schwebt der Gedanke an eine Revanche“ Von Niklas Záboji, Paris 09.07.2026, 14:52Lesezeit: 3 Min. Wenn Frankreich auf eine Mannschaft aus dem Maghreb trifft,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Frankreich gegen Marokko : „In den Köpfen vieler Marokkaner schwebt der Gedanke an eine Revanche“ Von Niklas Záboji, Paris 09. 2026, 14:52Lesezeit: 3 Min. Wenn Frankreich auf eine Mannschaft aus dem Maghreb trifft, liegt in Großstädten wie Paris eine besondere Spannung in der Luft.
picture alliance / AADas Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko ist kein WM-Spiel wie jedes andere: Es treffen zwei Welten aufeinander, die in Paris längst ineinandergewachsen sind. Doch die Polizei ist in Alarmbereitschaft. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Noch geht es bei „Darkoum“ geruhsam zur Sache, doch der Donnerstagabend verspricht, trubelig zu werden.
Die Einzelheiten
„Da werden Sie hier nicht durchkommen“, mahnt der hinter der Theke stehende Nabil augenzwinkernd, der sich als Chef des kleinen marokkanischen Bistros vorstellt. Rund 50 Gäste erwartet er zum gemeinsamen Gucken des WM-Viertelfinals zwischen Frankreich und Marokko. Gut möglich, dass es im Laufe des Abends mehr werden – erst recht, wenn den Marokkanern die große Überraschung gelingen sollte.
Volles Haus also bei Nabil in der Rue de Belleville im Pariser Osten. Seine Vorfreude ist groß, und seine Zuversicht, nach den Niederlanden und Kanada nun auch das große Frankreich schlagen zu können, ist auch nicht gerade klein. „Man muss daran glauben“, sagt Nabil.
Die Marokkaner hätten in bislang jedem WM-Spiel einen anderen Fußball gespielt. Das habe den Gegnern das Leben schwer gemacht. „Aber wenn Frankreich gewinnt, freuen wir uns auch“, betont der französische Staatsbürger mit marokkanischen Wurzeln.
Was Experten sagen
LiveblogSpielplanTabellenSonderseiteDFB-Team Das erste Viertelfinale am Donnerstag (22 Uhr MESZ im F. -Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) ist kein WM-Spiel wie jedes andere. Wie immer, wenn die frühere Kolonialmacht Frankreich auf eine Mannschaft aus dem Maghreb trifft, liegt in Paris und anderen Großstädten eine besondere Spannung in der Luft.
Rund ein Drittel der Bevölkerung in Frankreich hat ausländische Wurzeln, und die Hauptherkunftsstaaten sind Algerien und Marokko. Identitätsdiskussionen haben eine lange Tradition. Gerade bei Fußball-Länderspielen flammen sie immer wieder auf, wenn in den migrantisch geprägten Quartieren des Pariser Ostens oder in den Banlieues andere Flaggen statt der französischen wehen.
Auch im Sport sind die Bande engDabei ist Frankreichs Verhältnis zu Marokko weniger spannungsgeladen als das zu Algerien. Die Beendigung der Protektoratszeit verlief weniger blutig, seit der Unabhängigkeit im Jahr 1956 sind die politischen Beziehungen um einiges enger. Frankreich hat Angehörigen der marokkanischen Mittel- und Oberschichten Reisefreiheit gewährt und jährlich Zehntausende Studenten ausgebildet.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





