
Frankreich: Marine stopft Risse am Wrack des 1999 untergegangenen Öl-Tankers »Erika«
Ölpest vor Frankreichs Westküste Marine stopft Risse am Wrack der 1999 untergegangenen »Erika« Vor rund 26 Jahren ist der Tanker »Erika« vor der Bretagne gesunken – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Noch immer...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ölpest vor Frankreichs Westküste Marine stopft Risse am Wrack der 1999 untergegangenen »Erika« Vor rund 26 Jahren ist der Tanker »Erika« vor der Bretagne gesunken – mit katastrophalen Folgen für die Umwelt. Noch immer lagert Schweröl in den Wrackteilen. Nun wurde ein schwieriger Einsatz in der Tiefe nötig.
59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Heck des auseinandergebrochenen Öltankers »Erika« (Luftaufnahme vom 13.
Die Einzelheiten
Dezember 1999) Foto: Marine Nationale / / epa / dpa Mehr als 26 Jahre nach dem Untergang des Tankers »Erika« und der darauffolgenden Ölpest vor Frankreichs Westküste hat die Marine zwei Risse in dem Wrack abgedichtet. Damit solle das Austreten von im Wrack verbliebenem Schweröl in die Umwelt verhindert werden, erklärte die maritime Präfektur in Brest. Im Januar waren an Stränden der Region erneut Vögel entdeckt worden, die mit Öl verschmutzt waren.
Experten schätzten, dass es aus dem Wrack der »Erika« stammt. Bild vergrößern Ölverschmutzter Vogel auf der französischen Insel Noirmoutier (im Januar 2000) Foto: Marcel Mochet / / epa / dpa Der Tanker war im Dezember 1999 bei einem Sturm im Golf von Biscaya auseinandergebrochen. 000 Tonnen Schweröl verschmutzten etwa 400 Kilometer der französischen Küste.
000 Vögel starben an den Folgen der Ölpest. Nach der Havarie wurde das allermeiste Öl abgepumpt. Ein Teil ist allerdings in den Wrackteilen verblieben.
Was Experten sagen
Sie liegen 90 beziehungsweise 130 Meter tief auf dem Meeresboden in schwer zugänglichen Bereichen. Mithilfe eines ferngesteuerten Unterwasserroboters seien die beiden Wrackteile nun auf ihren Zustand und ihre Unversehrtheit hin untersucht worden, erklärte die Präfektur. An den festgestellten Rissen seien dann Abdichtungsvorrichtungen installiert worden.
Aufgrund der starken Strömung und schlechter Sichtverhältnisse sei der Einsatz sehr anspruchsvoll gewesen. Mehr zum Thema Neuer Schutz für die Meere: Kork gegen Öl Auswertung von Satellitenbildern: Mehr als 90 Prozent aller Ölteppiche von Menschen verursacht Umweltverschmutzung: 56 Großkonzerne sind für die Hälfte des weltweiten Plastikmülls verantwortlich Der französische Vogelschutzbund (LPO) hatte Ende Januar Alarm geschlagen , weil an der Küste auch Jahrzehnte nach dem Untergang der »Erika« und eines weiteren Tankers ölverschmutzte Vögel gefunden wurden. Dies zeuge von einer anhaltenden Umweltverschmutzung, die die Artenvielfalt bedrohe.
Die maritime Präfektur erklärte daraufhin, dass seit dem Sommer 2000 ein dauerhaftes Überwachungssystem für das betroffene Gebiet eingerichtet worden sei. Dabei kämen Schiffe, Flugzeuge und Satelliten zum Einsatz. Obwohl zunächst kein Ölaustritt festgestellt wurde, entschied die Behörde sich zu dem jetzt erfolgten Einsatz am Wrack.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





