
Frankreich: Obduktion belegt Vergewaltigung von elfjähriger Lyhanna
Getötete Elfjährige in Frankreich Obduktion belegt Vergewaltigung von Lyhanna Der Fall Lyhanna beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen in Frankreich. Nun steht fest, dass die Elfjährige Opfer eines Sexualverbrechens...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Getötete Elfjährige in Frankreich Obduktion belegt Vergewaltigung von Lyhanna Der Fall Lyhanna beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen in Frankreich. Nun steht fest, dass die Elfjährige Opfer eines Sexualverbrechens wurde. Die genaue Todesursache bleibt weiter unklar.
24 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Beerdigung von Lyhanna am 12.
Die Einzelheiten
Juni auf dem Friedhof von Fleurance Foto: Sebastien Lapeyrere / MAXPPP / IMAGO Im Fall der mutmaßlich von einem Sexualstraftäter in Frankreich getöteten elfjährigen Lyhanna hat eine Obduktion neue Erkenntnisse geliefert. Die Schülerin sei vergewaltigt worden, während die Todesursache jedoch unklar bleibe, erfuhr die Nachrichtenagentur am Donnerstag aus Kreisen der Ermittler. Der Fall hatte in Frankreich für große Trauer und Empörung gesorgt, landesweit kam es zu Demonstrationen.
Die Leiche der elf Jahre alten Lyhanna war sechs Tage nach ihrem Verschwinden in einem Getreidesilo im südfranzösischen Ort Puycasquier gefunden worden. Der mutmaßliche Täter Jérôme B. , in dessen Auto das Mädchen zuletzt gesehen wurde, war in der Vergangenheit mehrfach wegen Vergewaltigung Minderjähriger angezeigt worden.
Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage. Gegen den 41-Jährigen liegen inzwischen vier Vergewaltigungsanzeigen vor. Bild vergrößern Demonstranten in Paris mit Forderung »Schützt unsere Kinder« (8.
Was Experten sagen
Juni) Foto: Gonzalo Fuentes / Die Tatsache, dass Jérôme B. im Sommer 2025 wegen Vergewaltigung eines Mädchens anzeigt und seitdem nie verhört worden war, hat in Frankreich große Entrüstung ausgelöst. Präsident Emmanuel Macron und mehrere Minister räumten gravierende Missstände im Justizsystem ein.
Dessen ungeachtet ist Justizminister Gérald Darmanin bislang weiter im Amt. »Nicht hinnehmbar«Die französische Regierung will wegen des Falls Lyhanna ein ohnehin geplantes Kinderschutzgesetz ergänzen. Vorgesehen sind etwa härtere Strafen für Serientäter und die Vorschrift, bei Missbrauchsverdacht innerhalb von drei Monaten Ermittlungen aufzunehmen.
Eine unabhängige Kommission hatte »Systemfehler« der französischen Justiz bei der Bekämpfung von sexualisierter Gewalt gegen Kinder festgestellt. In Frankreich bestehe »ein großes Missverhältnis zwischen dem Ausmaß der Gewalt und der Schwäche der strafrechtlichen Folgen«, erklärte die Unabhängige Kommission zu sexueller Gewalt gegen Minderjährige (Ciivise). Bei Vorwürfen des sexuellen Kindesmissbrauchs werde in mehr als sechs von zehn Fällen das Verfahren eingestellt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





