
Friedrich Merz: Krebskranke Silvia Dronsch erhält nach Rüge Autogrammkarte
Kritik nach Bürgerdialog Merz schickt krebskranker Frau Autogrammkarte Bei einem Bürgerdialog wies der Bundeskanzler eine schwer an Krebs erkrankte Frau schroff zurecht. Eine direkte Entschuldigung gab es zunächst...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kritik nach Bürgerdialog Merz schickt krebskranker Frau Autogrammkarte Bei einem Bürgerdialog wies der Bundeskanzler eine schwer an Krebs erkrankte Frau schroff zurecht. Eine direkte Entschuldigung gab es zunächst offenbar nicht, dafür nun aber eine Autogrammkarte. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Friedrich Merz bei der Veranstaltung in Salzwedel Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa Bei einer öffentlichen Diskussion geriet der Bundeskanzler mit einer Hautkrebspatientin aus Niedersachsen aneinander, nun hat die Frau eine Autogrammkarte von Friedrich Merz erhalten. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass ein Schreiben an die Frau verschickt worden sei.
Die Einzelheiten
Auf ihre Bitte hin sei auch eine Autogrammkarte des Bundeskanzlers beigefügt worden, erklärte er. Zu den Inhalten solcher Briefe äußere man sich grundsätzlich nicht. Silvia Dronsch aus Suhlendorf bei Uelzen hatte Merz bei einem Bürgerdialog Ende April im nahe gelegenen Salzwedel in Sachsen-Anhalt eine Frage gestellt.
Dabei berichtete sie zunächst mit Blick auf die geplante Gesundheitsreform, dass sie an Hautkrebs im vierten Stadium leide und ihr nun die Vorsorge genommen werde. Sie habe Merz eine Einladung zu ihrer eigenen Beerdigung zukommen lassen, und wies auf ihre prekäre Lage hin. Damit ging sie auf zunächst kolportierte Pläne zur Abschaffung der kostenlosen Hautkrebsuntersuchung im Rahmen der Reform ein.
Sie fragte den CDU-Politiker daraufhin, warum bei den Bürgern so stark gespart werde, nicht aber bei den Politikern – dabei deutete sie an, dass die Regierung für sich eine Lohnerhöhung plane. Scharfe Reaktion des KanzlersMerz entgegnete scharf, dass weder er noch jemand anderes erwogen habe, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben. »Alles andere ist eine falsche Behauptung.
Was Experten sagen
Und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungeprüft wiederholen. « Mit Blick auf die Gesundheitsreform führte er dann aus, wie die Einsparungen aufgeteilt werden sollten: »Ein Drittel die Versicherten, ein Drittel die Leistungserbringer und ein Drittel alle Übrigen. Das heißt, das ist eine Reform, zu der jeder einen Beitrag leisten muss.
« Wie die »Allgemeine Zeitung« (AZ) berichtet , wollte Dronsch nach der schroffen Zurechtweisung eine Entschuldigung von Merz hören. Telefonisch erreichte sie demnach letztlich einen Verantwortlichen im Büro des Kanzlers. »Ein Mitarbeiter des Bundeskanzlers hat mit Frau Dronsch ein langes, vertrauliches Gespräch geführt«, sagte ein Regierungssprecher.
Im Rahmen des Gesprächs habe Dronsch den »Wunsch geäußert, eine persönliche Unterschrift des Bundeskanzlers zu erhalten«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





