
Fußball: Der Fluch des DFB-Pokals
Fußball : Der Fluch des DFB-Pokals Von Sebastian Balzter 22.05.2026, 10:44Lesezeit: 6 Min. Der DFB-Pokal wiegt rund sechs Kilo, acht Liter passen rein, und alle wollen ihn haben.dpaTausende Amateurvereine träumen davon,...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Fußball : Der Fluch des DFB-Pokals Von Sebastian Balzter 22. 2026, 10:44Lesezeit: 6 Min. Der DFB-Pokal wiegt rund sechs Kilo, acht Liter passen rein, und alle wollen ihn haben.
dpaTausende Amateurvereine träumen davon, einmal im DFB-Pokal gegen die Stars aus der Fußballbundesliga anzutreten. Dabei hat das oft üble Folgen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Am Samstag wird im Berliner Olympiastadion das Endspiel um den DFB-Pokal ausgetragen.
Die Einzelheiten
Für die beiden Finalisten, die Fußballer vom VfB Stuttgart und Bayern München, ist das ein schöner Termin am Ende der Saison – aber finanziell bloß ein nettes Extra im Vergleich zu den erheblich größeren Summen aus der europäischen Champions League. Viel entscheidender ist dasselbe Datum für eine Reihe von Amateurvereinen aus der vierten, fünften und sechsten Reihe des deutschen Männerfußballs. Manche tragen klangvolle, manche exotische Namen.
Der SV Pastow aus Mecklenburg-Vorpommern ist dabei, die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, der SV Todesfelde, der FC Carl Zeiss Jena und noch einige mehr. Sie alle spielen am Samstag um die vielleicht einmalige Gelegenheit, bald selbst einmal gegen die Bayern oder einen der anderen großen Bundesligaklubs antreten zu dürfen. Für sie geht es also nicht um ein nettes Extra.
Sondern um die Chance auf eine Sensation. Auf das Spiel ihres Lebens. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Was Experten sagen
jetzt lesen Außerdem geht es für sie um sehr viel Geld. Auch deshalb wünschen sie sich alle einen Sieg. Aber wie das so ist mit den Wünschen: Wenn sie in Erfüllung gehen, ist das nicht zwangsläufig ein Segen.
000 Euro zahlt der Fußballverband DFB allen 64 Mannschaften, die in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs antreten. Für die 36 Klubs der ersten und zweiten Liga sowie für die vier bestplatzierten Drittligisten, die allesamt automatisch qualifiziert sind, ist das ein Klacks. Für die bis zu 24 Dorf- und Kleinstadtvereine aus den unteren Spielklassen, die jedes Jahr am Pokal teilnehmen dürfen, fällt dieselbe Summe dagegen erheblich ins Gewicht.
Zumal sich der Betrag verdoppeln lässt, wenn mit etwas Losglück wirklich eines der Zugpferde aus der Bundesliga mit seinen Stars anreist. Dann sind nämlich nicht nur ruckzuck alle regulären Eintrittskarten verkauft. Geschäftstüchtige Klubs bringen außerdem Fanartikel unter die Leute, verköstigen die Lokalprominenz in einer Loge, ziehen zum Tag der Tage eigene Sponsorenverträge an Land.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




