
Gazprom Germania: Pleite soll geheimer Plan aus Moskau gewesen sein
Razzien in Berlin und Frankfurt Pleite von Gazprom Germania soll geheimer Plan aus Moskau gewesen sein Der Generalbundesanwalt lässt Räume in Berlin und Frankfurt durchsuchen. Ein russischer Staatsbürger soll geholfen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Razzien in Berlin und Frankfurt Pleite von Gazprom Germania soll geheimer Plan aus Moskau gewesen sein Der Generalbundesanwalt lässt Räume in Berlin und Frankfurt durchsuchen. Ein russischer Staatsbürger soll geholfen haben, Deutschland durch die Liquidation des Gasunternehmens Gazprom Germania in eine Energiekrise zu stürzen. Von Fidelius Schmid 24.
19 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Das Gebäude der Gazprom Germania in Berlin-Mitte: Verdacht, die Gasversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen.
Die Einzelheiten
Foto: Olaf Schuelke / IMAGO Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Russland hat womöglich bereits kurz nach dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 versucht, die Energieversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen.
Diesem Verdacht geht Generalbundesanwalt Jens Rommel nach. Am Mittwoch wurden deshalb im Auftrag der Bundesanwaltschaft Wohnungen in Berlin und ein Unternehmen in Frankfurt am Main durchsucht. Die Karlsruher Ermittler werfen dem Beschuldigten, einem russischen Staatsbürger, Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz und Beihilfe zur verfassungsfeindlichen Sabotage vor.
Konkret geht es darum, dass die damals zum russischen Gazprom-Konzern gehörende Gazprom Germania aus dem Konzerngeflecht herausgelöst und an mutmaßliche Strohmänner übertragen wurde. Plan zur Beeinträchtigung der EnergieversorgungUnmittelbar danach, so die Ermittler, hätten die neuen Eigentümer versucht, den deutschen Ableger zu liquidieren. Gazprom Germania besaß damals mindestens 25 Prozent der Gasspeicherkapazitäten in Deutschland.
Was Experten sagen
»Es besteht der Verdacht, dass die Veräußerung und Liquidierung dazu dienten, die Gasversorgung in Deutschland zu beeinträchtigen«, heißt es in der Mitteilung des Generalbundesanwaltes. Für die Liquidation hätten die Eigner eigentlich eine Genehmigung des Bundeswirtschaftsministeriums beantragen müssen. Laut Bundesanwaltschaft erfolgte dies aber nicht.
Kurz nach dem Vorgang zog der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die Notbremse. Er brachte Gazprom Germania unter die Kontrolle der Bundesnetzagentur . Der mutmaßliche Plan, durch die Liquidation des Unternehmens die deutsche Energieversorgung zu beeinträchtigen, konnte deshalb nicht umgesetzt werden.
Aus dem Tatvorwurf der verfassungsfeindlichen Sabotage ergibt sich, dass die Ermittler den Vorgang für einen Angriff auf die kritische Infrastruktur halten. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurde am Mittwoch niemand festgenommen. »Die heutigen Durchsuchungen dienen dazu, die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären«, teilte die Sprecherin der Behörde mit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





