
GCAP-Kampfflugzeug: Wird der Eurofighter-Nachfolger gerade ohne Deutschland entwickelt?
GCAP-Kampfflugzeug : Wird der Eurofighter-Nachfolger gerade ohne Deutschland entwickelt? Von Philip Plickert, Farnborough 21.07.2026, 20:50Lesezeit: 5 Min. Auf der Luftfahrtmesse Farnborough steht ein Modell des neuen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: GCAP-Kampfflugzeug : Wird der Eurofighter-Nachfolger gerade ohne Deutschland entwickelt? Von Philip Plickert, Farnborough 21. 2026, 20:50Lesezeit: 5 Min.
Auf der Luftfahrtmesse Farnborough steht ein Modell des neuen KampfflugzeugsEPADas FCAS-Projekt scheiterte, doch Briten, Italiener und Japaner kommen mit ihrem Kampfjet gut voran. Nun stößt ein viertes Land als „Beobachter“ dazu. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Auf der diesjährigen Farnborough Air Show lockt eine besondere Attraktion.
Die Einzelheiten
Luftwaffenoffiziere und andere Besucher stehen Schlange, um ins Cockpit des neuen Kampfflugzeugs GCAP zu steigen. Es ist allerdings kein echter Tarnkappenjäger, der da steht, nur das 19 Meter lange Modell des künftigen Kampfjets. Aber es verdeutlicht, wie weit GCAP schon fortgeschritten ist.
Das trinationale Luftkampf-Projekt „Global Combat Air Programme“ von Großbritannien, Italien und Japan kommt gut voran. Anders als das deutsch-französische FCAS (Future Combat Air System), das vor Kurzem an der Unfähigkeit zur Kooperation zwischen Airbus und Dassault Aviation gescheitert ist, kommen Briten, Italiener und Japaner gemeinsam gut aus. Federführend beteiligt sind die Unternehmen BAE Systems, Leonardo und Mitsubishi Heavy Industries.
So präsentierte BAE die GCAP-Modellstudie schon 2024 in FarnboroughPhilip PlickertSie arbeiten nun schon seit 2022 an dem Kampfflugzeug, das als Eurofighter- und F-35-Nachfolger eingesetzt werden soll. Voriges Jahr gründeten die drei Nationen das Joint Venture Edgewing, das mit der Konstruktion des Flugzeugs beauftragt ist. Jeder Partner ist mit einem Drittel beteiligt.
Was Experten sagen
GCAP ist das derzeit größte Rüstungsprojekt der drei Nationen. Die Entwicklungskosten schätzen unabhängige Analysten auf 70 bis knapp 90 Milliarden Euro. Geplant ist, das neue Flugzeug im Jahr 2035 in Dienst zu stellen.
Nun hat Kanada entschieden, dass es dem Programm beitritt. Eine entsprechende Einladung dazu gaben die drei GCAP-Partner am Dienstag bekannt. Kanadas Verteidigungsminister David McGuinty wird in London eine Erklärung unterzeichnen.
Allerdings tritt Kanada nur als „Beobachter“ bei, nicht als gleichberechtigter Entwicklungspartner. Vorerst leistet Ottawa daher auch keinen finanziellen Beitrag. Ein späterer umfassenderer Beitritt bleibt möglich.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




