
Gehirn-Computer-Schnittstelle: Er war vom Hals abwärts gelähmt, jetzt kann er wieder seinen Hund streicheln
Gehirn-Computer-Schnittstelle : Er war vom Hals abwärts gelähmt, jetzt kann er wieder seinen Hund streicheln Von Piotr Heller 17.07.2026, 06:58Lesezeit: 3 Min. Patient Keith Thomas mit Studienleiter Chad Bouton (links):...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Gehirn-Computer-Schnittstelle : Er war vom Hals abwärts gelähmt, jetzt kann er wieder seinen Hund streicheln Von Piotr Heller 17. 2026, 06:58Lesezeit: 3 Min. Patient Keith Thomas mit Studienleiter Chad Bouton (links): „Die Technologie hat mir die Verbindung zu anderen zurückgegeben.
“Feinstein Institutes for Medical ResearchKeith Thomas war nach einem Tauchunfall vom Hals abwärts gelähmt. Dank eines Chips im Gehirn kann er wieder greifen und fühlen. Die Technologie könnte Millionen helfen – doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ein vom Hals abwärts querschnittsgelähmter Patient aus den Vereinigten Staaten kann seine Arme bewegen, sich an der Nase kratzen und den Mund abwischen und eine leere Eierschale greifen, ohne sie zu zerstören. Möglich macht das monatelanges Training mit einer sogenannten bidirektionale Gehirn-Computer-Schnittstelle, die ihm Forscher des New Yorker Feinstein-Instituts implantiert haben. Das Prinzip hinter dieser Technologie könnte dereinst Millionen Menschen mit Querschnittslähmung zugutekommen.
Noch handelt es sich aber um ein experimentelles System, das mit großem Aufwand im streng überwachten Umfeld einer Spezialklinik zum Einsatz kommt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Elektroden lesen Signale aus dem Gehirn ausDer Patient ist Keith Thomas, ein 45 Jahre alter Mann aus Massapequa im Bundesstaat New York.
Vor sechs Jahren hatte er einen Tauchunfall. Seitdem ist er gelähmt: komplette Tetraplegie. Das heißt, er kann weder Arme noch Beine spüren oder bewusst bewegen.
Was Experten sagen
Genauer gesagt: Er konnte es nicht. Denn 13 Monate nach seinem Unfall nahm er an einer Studie unter Leitung des Neurochirurgen und Molekularbiologen Chad Bouton teil. Keith Thomas war zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage, einen Arm bis zum Gesicht zu heben, heißt es in einer Pressemitteilung der Forscher.
In eine 15 Stunden langen Operation am offenen Schädel setzten sie Thomas mehrere Chips mit Elektroden in die Hirnrinde ein: insgesamt 128 Elektroden in den primär motorischen Kortex, wo das Gehirn Bewegungsabsichten verarbeitet, 96 in den primären somatosensorischen Kortex, der für Empfindungen zuständig ist. Das Gefühl einer Berührung ins Gehirn eingespeistEin System zum maschinellen Lernen wertet die Signale aus dem motorischen Kortex aus. Es erkennt darin, ob Thomas seine Hand öffnen oder schließen will.
Diese Information leitet es an eine Orthese sowie über Elektroden an Nerven im Unterarm weiter. So kann Thomas seine Hand steuern. Sanft und einfach: Keith Thomas kann mit dem System eine Eierschale anheben, während er sich unterhält.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





