
Gericht in Russland: Tausend Rubel Strafe für ein Bild von Nawalnyj
Gericht in Russland : Tausend Rubel Strafe für ein Bild von Nawalnyj Von Reinhard Veser 17.07.2026, 15:12Lesezeit: 2 Min. Boris Nadjeschdin am Freitag vor dem Gericht in DolgoprudnyjEPADer russische Oppositionelle Boris...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gericht in Russland : Tausend Rubel Strafe für ein Bild von Nawalnyj Von Reinhard Veser 17. 2026, 15:12Lesezeit: 2 Min. Boris Nadjeschdin am Freitag vor dem Gericht in DolgoprudnyjEPADer russische Oppositionelle Boris Nadjeschdin wollte zur Dumawahl im Herbst antreten.
Nun wurde er verurteilt – um ihn mundtot zu machen, wie er sagt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadjeschdin ist am Freitag wegen des Vorzeigens von „extremistischer Symbolik“ zu einer Geldstrafe von Tausend Rubeln (etwa elf Euro) verurteilt worden. Vorwand für die Anklage ist ein Link zum Livestream einer Oppositionsaktivistin, den Nadjeschdin im November 2023 in seinem Telegramkanal gepostet hatte.
Die Einzelheiten
In diesem Livestream war laut Berichten russischer Exilmedien für etwa zehn Sekunden das Gesicht des im Februar 2024 in einem russischen Straflager ermordeten Regimegegners Alexej Nawalnyj zu sehen. „Das tatsächliche Ziel dessen, was hier geschieht, ist mir den Mund zu verschließen und mich nicht zur Dumawahl kandidieren zu lassen“, sagte Nadjeschdin. Er wollte als unabhängiger Kandidat in einem Wahlkreis im Moskauer Umland zur Parlamentswahl Mitte September antreten.
Nadjeschdin war bekannt geworden, als er versuchte, mit der Forderung nach einem Ende des Kriegs gegen die Ukraine bei der Präsidentenwahl im März 2024 zu kandidieren. Die Sammlung der dafür nötigen Unterschriften war eine der letzten öffentlich sichtbaren Kundgebungen von Protest gegen die Politik der russischen Führung. Zahlreiche Menschen waren damals bei Frost und Schneetreiben stundenlang angestanden, um Nadjeschdins Kandidatur mit ihrer Unterschrift zu unterstützen.
Obwohl er weit mehr als das Doppelte der erforderlichen 105. 000 Unterstützer hatte, wurde er von der Wahlkommission nicht zugelassen. Sie gab an, zu viele der vorgelegten Unterschriften seien fehlerhaft gewesen.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Festnahme und AusreiseverbotBereits am Freitag voriger Woche wurde Nadjeschdin vom russischen Justizministerium mit der Begründung zum „ausländischen Agenten“ erklärt, er habe Fakes über Entscheidungen der russischen Führung und das Wahlsystem verbreitet. Als solcher kann nicht mehr Abgeordneter werden.
Nadjeschdin sammelte dennoch weiter Unterschriften für seine Kandidatur. In einem Interview mit dem exilrussischen Portal Meduza erläuterte er, das Gesetz verbiete „ausländischen Agenten“ zwar, bei Wahlen zu kandidieren, nicht aber die Sammlung von Unterschriften für eine Kandidatur. Am Montag dieser Woche wurde Nadjeschdin dann unter dem Extremismusvorwurf vorübergehend festgenommen.
Nachdem er daraufhin öffentlich erwogen hatte, Russland zu verlassen, teilte er am Donnerstag mit, dass gegen ihn ein Ausreiseverbot erlassen worden sei.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




