
Gesundheitsministerium: Pflegebeitrag für Kinderlose könnte weiter steigen
Reformen unter Nina Warken Pflegebeitrag für Kinderlose könnte weiter steigen In der Pflege droht ein Milliardenloch, Gesundheitsministerin Nina Warken will deshalb die Pflegeversicherung reformieren. Ein möglicher...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Reformen unter Nina Warken Pflegebeitrag für Kinderlose könnte weiter steigen In der Pflege droht ein Milliardenloch, Gesundheitsministerin Nina Warken will deshalb die Pflegeversicherung reformieren. Ein möglicher Baustein wird jetzt diskutiert. 30 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will laut einem Medienbericht bei der Reform der Pflegeversicherung die Beiträge für Kinderlose erhöhen Foto: Fabrice Coffrini / Der Beitragssatz für Kinderlose könnte weiter steigen. Zur Sanierung der schwer angeschlagenen gesetzlichen Pflegeversicherung ist offenbar eine Erhöhung im Gespräch.
Die Einzelheiten
Ein entsprechender Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland wurde der Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen bestätigt. Demnach erwägt Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bei der Reform der Pflegeversicherung, den Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent anzuheben. Warkens Ministerium wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen, sondern verwies auf ein kommendes Gesamtkonzept.
Wann dies vorgelegt wird, blieb offen. Laut RND liefe die Idee darauf hinaus, dass Versicherte ohne Kinder ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es demnach bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) beziehungsweise 3,1 Prozent (drei Kinder).
Pflegebeitrag könnte noch dieses Jahr steigenDer Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung, der auch für die Pflegekassen zuständig ist, hatte von wachsenden Finanzlöchern berichtet. Für dieses Jahr rechnet der Verband mit einem Defizit von einer Milliarde Euro. Der Vorstandschef der großen Krankenkasse DAK, Andreas Storm, warnt eindringlich vor den Folgen.
Was Experten sagen
»Die gesetzliche Pflegeversicherung ist ein Notfallpatient, der schnelle Rettungsmaßnahmen benötigt«, sagte Storm der dpa. »Passiert nichts, brauchen mehrere Pflegekassen kurzfristig Finanzhilfen, um die Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. « Noch in diesem Jahr seien steigende Kosten für Versicherte denkbar, fügte er hinzu: »Angesichts des neuen aktuellen Milliardendefizits ist auch eine Beitragserhöhung von bis zu 0,2 Prozentpunkten in der zweiten Jahreshälfte zu befürchten.
« Mehr zum Thema Debatte über Beitragsbemessungsgrenze: Sollen Besserverdiener bald mehr für die Krankenkasse zahlen? Eine Kolumne von Hermann-Josef Tenhagen Kostenschock in der Pflege: »Die Leute können doch nicht dauerhaft 3000 oder 4000 Euro im Monat zuzahlen« Ein Interview von Benjamin Bidder Debatte über Kürzungen: »Viele haben jetzt Angst und beantragen einen höheren Pflegegrad« Protokolle von Matthias Kaufmann Der Bund müsse »den Einstieg in die Rückzahlung der Coronahilfen in Höhe von 5,2 Milliarden Euro schaffen«, meinte Storm.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





