
Greenpeace-Aktivisten kleben Tempo-100-Schilder an Autobahnen an
Forderung nach Tempolimit Greenpeace-Aktivisten kleben Tempo-100-Schilder an Autobahnen an Plötzlich wurde aus der 130 eine 100: Greenpeace-Aktivisten haben neue Schilder an Autobahnabschnitten angebracht – und Kritik...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Forderung nach Tempolimit Greenpeace-Aktivisten kleben Tempo-100-Schilder an Autobahnen an Plötzlich wurde aus der 130 eine 100: Greenpeace-Aktivisten haben neue Schilder an Autobahnabschnitten angebracht – und Kritik an der Bundesregierung geübt. 44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Greenpeace-Aktivisten kleben ein 100-km/h-Schild an Foto: Angelika Warmuth / Auch sie haben für das Klima geklebt, aber ganz anders als die Mitglieder der Letzten Generation: Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben Verkehrsschilder an Autobahnen überklebt, um ihrer Forderung nach einem generellen Tempolimit Nachdruck zu verleihen. Am frühen Morgen kletterten Aktivistinnen zu einer Stelle der Autobahn 4 bei Aachen und brachten einen 100-km/h-Aufkleber dort an, wo zuvor nur die Zahl 130 als empfohlene Richtgeschwindigkeit gestanden hatte. Man habe dies auch an den anderen 25 Autobahn-Grenzübergängen gemacht, heißt es von Greenpeace.
Die Einzelheiten
Aus Sicht der Umweltschutzorganisation ist ein generelles Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf den deutschen Autobahnen überfällig. »Die Bundesregierung blockiert eine kostenlose supereffektive Maßnahme, um Sprit zu sparen, das Klima zu schützen und die Straßen sicherer zu machen«, sagte Greenpeace-Mobilitätsexpertin Marissa Reiserer. »Daher haben Aktivistinnen das selbst in die Hand genommen und Tempo 100 eingeführt.
« Die Aktion sei ein Signal gewesen, um endlich unabhängiger vom Öl zu werden. »Wer in der fossilen Krise auf fossile Scheinlösungen wie den Tankrabatt setzt, vertagt die Bewältigung des Problems statt es anzugehen. « Bild vergrößern Greenpeace-Aktivisten kleben ein 100-km/h-Schild an Foto: Benjamin Westhoff / dpa Verkehr läuft offenbar normal weiterAls die Aktivistinnen den Aufkleber am Aachener Grenzübergang Ventschau anbrachten, lief der in den Morgenstunden nicht allzu dichte Verkehr auf der Autobahn ganz normal weiter, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichtete.
Reaktionen von Autofahrern seien nicht erkennbar gewesen. Autofahrer, die aus den Niederlanden nach Deutschland kamen, sahen eine Veränderung auf dem großen Schild mit den generellen Tempolimits in Deutschland. Die ersten zwei Spalten waren unverändert: innerorts Tempo 50 und außerorts Tempo 100.
In der dritten Spalte prangte nun aber nicht mehr die blaue unverbindliche Empfehlung zu Tempo 130, sondern die Zahl 100 – die wirkte, als sei sie verbindlich. Allerdings war diese Zahl größer als die anderen und unten drunter stand auch Greenpeace – es war also erkennbar, dass es sich nur um eine Aktion der Umweltschützer handelte. Möglicherweise hat manch hastig vorbeifahrender Autofahrer das aber nicht erkannt und zumindest kurzzeitig angenommen, dass er nicht allzu schnell fahren sollte.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




