
Haus Windsor: Charles und Harry – klappt die Versöhnung?
Haus Windsor : Charles und Harry – klappt die Versöhnung? Von Johannes Leithäuser, London 11.07.2026, 09:50Lesezeit: 4 Min. Im März 2020 waren sie vereint (von links): Prinz Harry, Prinz William, Meghan, Herzogin von...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Haus Windsor : Charles und Harry – klappt die Versöhnung? Von Johannes Leithäuser, London 11. 2026, 09:50Lesezeit: 4 Min.
Im März 2020 waren sie vereint (von links): Prinz Harry, Prinz William, Meghan, Herzogin von Sussex, und Catherine, Herzogin von Cambridge, verlassen hinter dem damaligen Prinzen Charles (vorne) Westminster Abbey nach dem Gottesdienst. dpaDer König testet die Diskretion seines Zweitgeborenen: Nach vielem Hin und Her kommt es zum Treffen von Charles III. , Harry, Meghan und seinen Enkelkindern.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist ein Zeichen des ernsthaften Bemühens beider Seiten, dass das versöhnliche Treffen zwischen Charles III. und seinem jüngeren Sohn Harry samt dessen Frau Meghan und deren beiden Kindern Archie und Lilibet am Freitagnachmittag zustande kam – am Ende einer turbulenten, von Missverständnissen und Misshelligkeiten geprägten Woche. Der vor sechs Jahren mit seiner amerikanischen Frau nach Kalifornien verzogene Herzog von Sussex hatte vergangenes Jahr schon in einem Gespräch mit der deutlich anklingen lassen, dass er gerne wieder engeren Kontakt zu seiner englischen Heimat und zu seiner Herkunftsfamilie hätte.
Das Interview enthielt damals auch die wahrscheinlich privat gefühlvoll gemeinte, aber sogleich öffentlich als Affront aufgefasste Bemerkung, es sei ja nicht sicher, wie lange der alte Herr noch da sei. Aber trotz dieses guten Willens erwies sich Prinz Harrys Rückkehr-Versuch in den Schoß der Familie als heikles und hakliges Unterfangen. Noch immer herrscht in Teilen des Windsorschen Familienunternehmens ein solides Misstrauen gegenüber der Sussexschen Konkurrenzgründung.
Es hat damit zu tun, dass die in königlichem Dunkelbau gehaltene Website Sussex. com durchaus den Eindruck erweckt, als stilisierten sich „Prince Harry and Meghan“ als eine Art selbständiges freiberufliches Herrscherpaar, mit eigenen Wohltätigkeitsterminen, eigenen politisch bedeutsamen Auftritten (Harry in Kiew) und eigenen Staatsbesuchen. Ihren gemeinsamen Besuch in Melbourne im April betitelten die beiden auf ihrer Internetseite als „Rückkehr nach Australien“; ganz so, als ob es sich dabei um einen Besuch des Monarchen oder seines Thronfolgers gehandelt hätte.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Der leidige Streit um den PersonenschutzUnd während die Londoner königliche „Firma“ solche Auftritte mit Argwohn beobachtet, macht andererseits Prinz Harry sich sein Leben und seine Versöhnungssehnsucht mit Statusfragen schwer; etwa mit dem Anspruch, dass ihm und seiner Familie weiterhin während der Aufenthalte auf britischem Boden ein vollständiger Personenschutz zustehe. Harry hat vergeblich versucht, diesen Anspruch gerichtlich durchzusetzen; er drohte sogar damit, er könne Frau und Kinder nicht zu Besuch nach Großbritannien bringen, solange diese Forderung nicht erfüllt sei.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





