
Hausarzt über Beschlüsse: „Patienten, die sich in unserer Toilette übergeben, da graust es mir“
Hausarzt über Beschlüsse : „Patienten, die sich in unserer Toilette übergeben, da graust es mir“ Von Paul Gross 03.07.2026, 16:14Lesezeit: 3 Min. Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis (Symbolbild)dpaOliver Funken...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Hausarzt über Beschlüsse : „Patienten, die sich in unserer Toilette übergeben, da graust es mir“ Von Paul Gross 03. 2026, 16:14Lesezeit: 3 Min. Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis (Symbolbild)dpaOliver Funken ist Hausarzt und Vorstandsmitglied der Ärztekammer Nordrhein.
Unter den geplanten Regeln für Krankschreibungen werde die Versorgung leiden, sagt er. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Funken, Sie sind Hausarzt, aber auch CDU-Mitglied und waren lange Kommunalpolitiker. Verstehen Sie, dass die Regierung es für notwendig hielt, beim Thema Krankschreibungen aktiv zu werden?
Die Einzelheiten
Die CDU musste einen Beschluss hinbekommen, um ihre Handlungsfähigkeit zu beweisen. Mit den Gewerkschaften konnte man sich in anderen Punkten nicht schnell einig werden – deswegen ist man in einer Weise auf die Arbeitgeber zugegangen, die nicht den Gewerkschaften wehtut, sondern der Versorgung. Das ist politisch leichter.
Wie wird sich die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung auf Ihre Praxis auswirken? Viele Krankschreibungen werden unnötig kompliziert. Schon bevor es die telefonischen Krankschreibungen gab, war es gängig, dass Patienten mit Infekten angerufen haben.
Wir haben dann gesagt: „Ich kenne dich, komm morgen rein, wenn es besser geht, und ich schaue mir das an, die Krankmeldung bekommst du jetzt schon mal zugesagt. “ Das wird jetzt unmöglich gemacht, wenn Patienten von uns schon an Tag eins die Krankmeldung abholen müssen. Oliver FunkenJochen RolfesWelche Probleme erwarten Sie?
Was Experten sagen
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Grippe und liegen malad im Bett. Damit müssen Sie sich dann irgendwie in die Praxis schleppen, auch Patienten mit Magen-Darm-Infekt, die sich in unserer Toilette übergeben, da graust es mir. Es ist nicht nur ein hoher Zusatzaufwand, alles zu desinfizieren, sondern auch die Ansteckungsgefahr für andere Patienten ist groß.
Bislang haben wir solchen Patienten sehr klargemacht, dass sie nicht in die Praxis hätten kommen sollen und dass sie beim nächsten Mal bitte anrufen. Jetzt bleibt ihnen keine andere Wahl mehr, als zu kommen. Wie viele Krankschreibungen haben Sie zuletzt telefonisch ausgestellt?
Bei uns sind es ungefähr 40 Prozent. Die meisten Patienten, die ich in der Praxis länger krankschreibe – teilweise bis zu einem halben Jahr lang – sind psychisch erkrankt. Das fließt ein in die Statistiken zur Zahl der Krankheitstage, die allseits bemängelt werden, hat aber nichts mit telefonischen Krankschreibungen oder dem Zeitpunkt des Arztbesuchs wegen eines Infektes zu tun.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





