
Heinz Strunk im Gespräch: Wollen Sie sich über Heidelberg lustig machen, Herr Strunk?
Heinz Strunk im Gespräch : Wollen Sie sich über Heidelberg lustig machen, Herr Strunk? Von Jan Wiele 17.07.2026, 06:14Lesezeit: 4 Min. Heinz Strunk auf der Terrasse des Heidelberger SchlossesInga KlöberZwischen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Heinz Strunk im Gespräch : Wollen Sie sich über Heidelberg lustig machen, Herr Strunk? 2026, 06:14Lesezeit: 4 Min. Heinz Strunk auf der Terrasse des Heidelberger SchlossesInga KlöberZwischen Erhabenheitsgefühl auf dem Philosophenweg und Snacks von der Tankstelle passt noch eine kleine Katastrophe: Ein Gespräch in Heidelberg mit Heinz Strunk über seinen neuen Roman „Memories of Heidelberg“.
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Ihrem am Freitag erscheinenden Roman „Memories of Heidelberg“ ist die Rede vom „untergegangenen Schlager einer verblassten Epoche“. Soll das Buch auch ein Abgesang sein, mit dem Sie sich über Heidelberg lustig machen? Heidelberg dient eher als sehr schöne Kulisse, es geht ja um etwas anderes.
Die Einzelheiten
Aber die Kulisse eignet sich gut, ich fühle mich dem Ort seit Jahrzehnten verbunden, habe Verwandtschaft hier, war bestimmt schon dreißig Mal zu Besuch. Und was das Lied von Peggy March angeht: In ein paar von meinen Romanen hatte ich schon alte Schlager als Leitmotive, beim „Goldenen Handschuh“ war das „Es geht eine Träne auf Reisen“, beim „Sommer in Niendorf“ war es „Marina, Marina“. Bei Peggy March heißt es: „Memories of Heidelberg sind Memories vom Glück.
“ Im Roman aber geht so manches schief. Das Boutique-Hotel am Neckar für 500 Euro pro Nacht lässt zu wünschen übrig, ein Restaurantschiff wird Vehikel zur Katastrophe. Das Protagonisten-Paar, das hier urlaubt, Isolde und Bertram, steckt nicht nur in einer erotischen Krise – Glück scheint da fernzuliegen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ja, aber immerhin gibt es ein überraschendes Ende, bei dem Bertram unter Einsatz seines Lebens Isolde rettet. Das ist auch deshalb beachtlich, weil Bertram übergewichtig ist und ständig gegen seinen Körper kämpft.
Was Experten sagen
Als er sich etwa den Schlangenweg an der Alten Brücke hochschleppt – ein touristisches Highlight in Heidelberg –, könnte man kurz meinen, es komme so etwas wie Schiller’sche Erhabenheit auf beim Blick ins Neckartal. In uralten Städten wie Heidelberg, so steht es in Ihrem Roman, spüre man, was es heißt, „nur ein unbedeutendes Lüftchten/Lichtlein/Körnchen“ zu sein. Aber die Erhabenheit wird dann hart gebrochen durch Bertrams Körperlichkeit: ein japsender, fetter Mann am Rande des Zusammenbruchs.
Ja, Bertram ist immer kurz vor Schlaganfall oder Herzinfarkt. Körperlichkeit ist für mich ein integraler Bestandteil beim Schreiben, bei Bertram etwa auch darüber, wie er – neben vielem anderen – seine Völlerei vor Isolde verbirgt, also vor ihr nur einen Teller Nudeln isst, heimlich aber Sachen wie ein „Mandel-Intermezzo“, was eine sehr gut schmeckende unglaubliche Kalorienbombe ist. In Ihren Romanen kippt körperliches Unbehagen oft auch in empfundenen Ekel oder drastisch geschilderte Ekelhaftigkeiten, hier eine explodierende Toilette.
Überspitzt gesagt: Auf das Zeitalter der Neurasthenie zu Beginn der Moderne folgt jetzt das der Übersättigung?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





