
„Hillsborough Law“: Und dann ist sich Labour auf einmal einig
„Hillsborough Law“ : Und dann ist sich Labour auf einmal einig Von Johannes Leithäuser, London 14.07.2026, 17:12Lesezeit: 3 Min. Keir Starmer vor Soldaten der Grenadier-Garde in Paris am DienstagReutersDer Machtwechsel...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. „Hillsborough Law“ : Und dann ist sich Labour auf einmal einig Von Johannes Leithäuser, London 14. 2026, 17:12Lesezeit: 3 Min. Keir Starmer vor Soldaten der Grenadier-Garde in Paris am DienstagReutersDer Machtwechsel in Westminster ist praktisch vollzogen: Andrew Burnham weiß seine Fraktion hinter sich.
Im Unterhaus ist die Labour-Partei während Starmers letzter Tage noch einmal geeint. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Tagesordnung des britischen Unterhauses beschert der britischen Labour-Partei unverhofft einen Moment von Versöhnung und Einigkeit. Das Programm der Dienstagssitzung vermerkte die abschließende Behandlung des „Hillsborough Law“, jenes Gesetzes mit dem offiziellen Titel „Verantwortlichkeit in öffentlichen Ämtern“.
Die Einzelheiten
Es verpflichtet künftig Beamte und andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Großbritannien dazu, wahrheitsgemäße Auskünfte zu geben. Sowohl der ausscheidende Premierminister Keir Starmer als auch sein mittlerweile ohne Zweifel feststehender Nachfolger Andrew Burnham haben sich in verschiedenen Funktionen für diese Regelung eingesetzt, die auf den ersten Blick wie die Kodifizierung einer Selbstverständlichkeit erscheint. Sie ist aber eine Lehre aus einer langen Serie von öffentlichen Skandalen in Großbritannien, Irreführungen und Bagatellisierungen, an deren Anfang jenes Massenunglück von Hillsborough steht, das dem Gesetz den Namen gab.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Vor dem Halbfinal-Pokalspiel zwischen Liverpool und Nottingham im April 1989 entstand eine Massenpanik im Hillsborough-Stadion in Sheffield, bei der 97 Fußballfans starben; 766 erlitten Verletzungen. Polizei und Justiz hielten lange an der Erzählung fest, eine Mischung aus Trunkenheit und Rowdytum der Liverpool-Anhänger habe die Katastrophe verursacht; die Polizei ergänzte auch Aussagen von Bereitschaftspolizisten, um diese Version zu bestärken.
Erst nach mehreren unabhängigen Tribunalen und einer zweiten offiziellen Todesursachen-Ermittlung wurden als Ursache gravierende Fehlentscheidungen der Polizei-Einsatzkräfte festgestellt. 28 Jahre nach dem Unglück mussten sich sechs leitende Polizeibeamte wegen Totschlags vor Gericht verantworten; zu Verurteilungen kam es nicht. Ein letztes Versprechen in Starmers letzter WocheKeir Starmer war in seiner früheren Funktion als Chef der britischen Staatsanwaltschaft mit dem Fall Hillsborough befasst; Andy Burnham machte ihn 2009 als Kulturminister zu seiner Sache.
Beide engagierten sich damals in der jahrelang immer wieder aufs Neue aufbrechenden Kontroverse zwischen den Opfern und den staatlichen Stellen; beide setzten sich dafür ein, dass vertrauliche Polizeiprotokolle und die manipulierten Aussagen der Einsatzkräfte neu begutachtet wurden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





