
Immer häufiger Hitze: Fangen wir jetzt an, den Sommer zu hassen?
Immer häufiger Hitze : Fangen wir jetzt an, den Sommer zu hassen? Von Jannis Koltermann 26.06.2026, 11:44Lesezeit: 4 Min. Wie lange wird sie es in der Sonne noch aushalten? Fotografie von Martin ParrMartin Parr/Magnum...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Immer häufiger Hitze : Fangen wir jetzt an, den Sommer zu hassen? Von Jannis Koltermann 26. 2026, 11:44Lesezeit: 4 Min.
Wie lange wird sie es in der Sonne noch aushalten? Fotografie von Martin ParrMartin Parr/Magnum Photos/OSTKREUZ ArchivEigentlich ist der Sommer die liebste Jahreszeit der Deutschen, steht für Leichtigkeit und Freiheit. Doch wenn Hitzetage immer häufiger werden, könnte sich das ändern.
Die Einzelheiten
Was wird aus Sommerhits und Sommernachtstraum? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sommer – das ist Radtour und Picknick, Grillen und Fußball, Cocktail und Liegestuhl, Freibad und (Capri-)Sonne. Sommer bedeutet lange Tage unter blauem Himmel und laue Nächte auf der Terrasse.
Im Sommer weitet sich die Welt, sei es durch Ausflüge in die reifende Natur oder Reisen in den sonnenverwöhnten Süden. All dies sind Dinge und Vorstellungen, die Menschen in Deutschland typischerweise mit dem Sommer verbinden. Kein Wunder also, dass die wärmste Jahreszeit hierzulande auch die beliebteste ist.
Etwa jeder zweite Deutsche nennt den Sommer in Umfragen seine Lieblingsjahreszeit. Mit solchen Werten kann allenfalls der Frühling mithalten, der von 30 Prozent an die Spitze gestellt wird. Wer dagegen Herbst oder Winter am höchsten schätzt, muss bislang als Außenseiter gelten, als hoffnungsloser Stubenhocker, der mit den Freiheiten des guten Wetters schlicht nichts anzufangen weiß.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Bald bis zu 70 Hitzetage in StuttgartDie Frage ist freilich, ob sich das nicht gerade ändert. Wer die Hitzewelle erlebt, die Deutschland pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang erfasst hat, wird den Sommer jedenfalls kaum noch mit munteren Freizeitaktivitäten verbinden.
Stattdessen: Unwohlsein bis hin zu Sterbefällen, Dauerschwitzen, schlechter Schlaf und der Drang, so viel Zeit wie möglich in Innenräumen zu verbringen, zumindest, solange sie kühl oder klimatisiert sind. Nach allem, was man hört und liest, ist das erst der Anfang. In den Fünfzigerjahren gab es in Deutschland durchschnittlich drei „heiße Tage“ im Jahr, also Tage, an denen die Temperaturen die 30-Grad-Grenze erreichen.
In den vergangenen zehn Jahren dagegen waren es durchschnittlich schon zwölf. Bei einer Erderwärmung um 2,6 Grad – derzeit ein realistisches Szenario – würde sich der Wert in den nächsten Jahrzehnten abermals verdoppeln. In einer südwestlichen Großstadt wie Stuttgart müsste man Mitte des Jahrhunderts sogar mit bis zu 70 Hitzetage rechnen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





