
Immobilien: Bautätigkeit erneut gesunken – Wohnungswirtschaft warnt vor »Kollaps« beim Neubau
Bautätigkeit erneut gesunken Wohnungswirtschaft warnt vor »Kollaps« beim Neubau Die Bauwirtschaft wird auch 2026 weit weniger Wohnungen fertigstellen als benötigt. Selbst den gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bautätigkeit erneut gesunken Wohnungswirtschaft warnt vor »Kollaps« beim Neubau Die Bauwirtschaft wird auch 2026 weit weniger Wohnungen fertigstellen als benötigt. Selbst den gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften fehlt das Geld für Neubauten. 47 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Baustelle in Nordrhein-Westfalen: Im System stimmt etwas nicht mehr Foto: A3508 Rolf Vennenbernd / dpa Die Wohnungswirtschaft erwartet für dieses Jahr noch weniger Neubau als 2025. »Im laufenden Jahr 2026 dürften in Deutschland nur noch rund 200.
Die Einzelheiten
000 Wohnungen fertiggestellt werden, bei einem Neubaubedarf von rund 320. 000 pro Jahr«, erklärte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen GdW in Berlin. 2025 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 206.
600 Wohnungen gebaut worden, ein Rückgang um 18 Prozent oder 45. 400 Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Abwärtstrend hält nach Einschätzung des GdW wegen hoher Bau- und Finanzierungskosten an.
Die in dem Verband organisierte »sozialorientierte Wohnungswirtschaft« werde nach 24. 000 Einheiten 2025 dieses Jahr wohl nur noch 16. »Wenn selbst unsere Unternehmen, die dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen und sichern, den Neubau massiv zurückfahren müssen, dann stimmt das System nicht mehr«, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko.
Was Experten sagen
Hohe Investitionen in den BestandDer Verband beklagt, dass hohe Investitionen für den Erhalt, Klimaschutz, altersgerechten Umbau oder Digitalisierung Mittel für den Neubau auffräßen. So hätten die GdW-Unternehmen 2025 insgesamt 20,8 Milliarden Euro investiert. Davon seien 12,7 Milliarden Euro in den Bestand geflossen.
Die Neubauinvestitionen seien auf 8,1 Milliarden Euro gesunken. Für 2026 sei ein weiterer Einbruch um rund 26 Prozent auf 6 Milliarden Euro zu erwarten. Gedaschko mahnte eine echte »Fast Lane« – also eine Überholspur – für bezahlbaren Wohnungsbau an: »Baukosten runter, Verfahren beschleunigen, soziale Unterstützung sichern.
« Zudem müsse beim Bauen und Sanieren der Fokus auf Kosteneffizienz liegen. Mehr zum Thema Mangel an Wohnraum: Immobilienweise rechnen mit Neubauflaute in diesem Jahr Krise am Immobilienmarkt: Viele Wohnungen entstehen laut Analyse oft dort, wo sie kaum gebraucht werden Stärkster Rückgang seit vier Jahren: Ifo-Institut meldet verschlechterte Stimmung im Wohnungsbau Die Baupreise im Wohnungsbau sind nach Angaben des Verbands seit Ende 2019 um rund 51 Prozent gestiegen, die Zinsen hätten sich seit 2021 vervierfacht. »Hohe Baupreise, hohe Finanzierungskosten und immer neue Anforderungen machen aus genehmigten Projekten Schubladenprojekte«, meinte Gedaschko.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





