
Immobilien: Private Vermieter scheuen energetische Sanierungen
Heizung, Dämmung, neue Fenster Private Vermieter scheuen energetische Sanierungen Der Wohnungsbestand in Deutschland ist in die Jahre gekommen, eine Modernisierung schieben zahlreiche private Vermieter trotzdem weiter...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Heizung, Dämmung, neue Fenster Private Vermieter scheuen energetische Sanierungen Der Wohnungsbestand in Deutschland ist in die Jahre gekommen, eine Modernisierung schieben zahlreiche private Vermieter trotzdem weiter auf. Ihnen fehlt es womöglich an Orientierung und klaren Bedingungen. 58 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Stuttgart (Symbolbild): Nur rund die Hälfte hat in energetische Maßnahmen investiert Foto: Olaf Krüger / imageBROKER / picture alliance Viele private Vermieter in Deutschland scheuen die energetische Sanierung ihrer Immobilien. Über die Hälfte (59 Prozent) plant derzeit keine Maßnahmen wie neue Heizungen oder Dämmungen, wie eine Umfrage der DI Deutschland.
Die Einzelheiten
Immobilien AG und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Das sind deutlich mehr als in einer Befragung vor einem Jahr (48 Prozent). Vermieter sähen sich mit zunehmenden politischen und energetischen Anforderungen konfrontiert, während zentrale Bedingungen oft unklar blieben, so die Studie, für die im Februar rund 1000 private Vermieter online befragt wurden.
»Ohne klare Orientierung, realistische Anforderungen und praktikable Förderstrukturen wird die Transformation des Gebäudebestands nicht gelingen«, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer. In den vergangenen Jahren habe nur rund die Hälfte in energetische Maßnahmen investiert, heißt es im »Deutschland. Immobilien Vermieterreport«.
Am häufigsten wurden private Vermieter bei Heizungen tätig (34 Prozent), gefolgt von Fenstern (25 Prozent) und Dämmungen (18 Prozent). Einige Vermieter hatten zudem zuletzt weiteren Druck durch das neue Heizungsgesetz beklagt. Die Kostenrisiken seien hoch, Millionen Wohnungen könnten vom Markt verschwinden, warnte kürzlich die Eigentümerlobby .
Was Experten sagen
Ökologische Gründe für Vermieter weniger wichtigDie frühere Ampelregierung wollte mit dem Heizungsgesetz mittelfristig die Abkehr von Heizungen mit fossilen Brennstoffen durchsetzen. Die amtierende Bundesregierung hat das Gesetz allerdings reformiert und die Vorgabe gestrichen, dass bei neuen Heizungen in der Regel mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie eingesetzt werden müssen. Nun soll der Einbau neuer Gasheizungen weiter möglich sein – Voraussetzung soll ab 2029 sein, dass ein zunehmender Anteil CO2-neutraler Brennstoffe genutzt wird.
Umweltverbände und die Grünen warnen vor Rückschritten beim Klimaschutz. Wer doch saniert, macht das nach eigenen Angaben vor allem, um langfristig Energie einzusparen (53 Prozent). Aber auch Zufriedenheit der Mieter (41 Prozent) und Wertsteigerung (38 Prozent) werden als Gründe genannt.
Dabei ist zu beachten, dass Vermieter Modernisierungskosten zu einem großen Teil auf die Mieter umlegen können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





