
Italien: Mailand empört über restaurierten Stier ohne »Glückshoden«
Mosaik und Glücksbringer »Was ist mit den Hoden passiert?« – Stier-Restaurierung in Mailand sorgt für Empörung Weil abergläubische Touristen darauf Pirouetten drehen, musste ein Stiermosaik in Mailand repariert werden....
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Mosaik und Glücksbringer »Was ist mit den Hoden passiert? « – Stier-Restaurierung in Mailand sorgt für Empörung Weil abergläubische Touristen darauf Pirouetten drehen, musste ein Stiermosaik in Mailand repariert werden. Doch nach der Restaurierung sind die berühmten »Glückshoden« beinahe verschwunden.
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Die Einzelheiten
Weitere Infos SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Stiermosaik in Mailand: Was fehlt, sind die Hoden Foto: Stefano Rellandini / Die gute Nachricht zuerst: Der Phallus steht noch da, in voller Pracht. Aber sobald der Blick daran nach unten gleitet, kommt der Schock: Das Ding steht sozusagen im Nichts, es verliert sich in einer fleischfarbenen Wolke, einem glatten Unterbau, wie man ihn sonst von Barbie-Puppen kennt. Was fehlt, sind die Hoden.
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Was Experten sagen
Der sogenannte toro rampante, der sich aufbäumende Stier, stammt aus dem 19. Er gilt als Symbol der Stadt Turin, die zur Entstehungszeit des Mosaiks zeitweise Hauptstadt Italiens war. Über Jahrzehnte entwickelte sich rund um die Darstellung ein Ritual, das Besucherinnen und Besucher in Scharen anzieht: Wer die Ferse auf den Intimbereich des Stiers setzt und sich dreimal auf der Stelle dreht, dem soll das Glück hold sein – zumindest, so der Volksglaube, kehrt man sicher nach Mailand zurück.
Kürzlich sollen sogar George und Amal Clooney auf den Hoden ihre Pirouetten gedreht haben. Mehr zum Thema Aufregung in Spanien: Wie ein Restaurator der Marienstatue von Sevilla die Seele genommen haben soll Aufregung um restauriertes Fresko: Italiens Posse um einen Engel mit Melonis Gesicht Gerade dieses Ritual hat das Werk jedoch stark abgenutzt. Dort, wo der Hoden sein sollte, klaffte beim Stier seit Jahren nur noch ein kreisrundes, schwarzes Loch.
Um das zu beheben, hatte die Stadt schließlich beschlossen, das Mosaik restaurieren zu lassen. Am Montag wurde die restaurierte Version der Öffentlichkeit präsentiert und löste eine Welle der Empörung aus. »Irgendetwas fehlt«, schrieb ein Nutzer.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



