
Jafar Panahi: Iranischer Regisseur kämpft gegen Haftstrafe – Gericht schmettert Berufung ab
Preisgekrönter Filmemacher Iranischer Regisseur Panahi scheitert mit Berufung gegen Haftstrafen-Urteil In Teheran wehrt sich der preisgekrönte Regisseur Jafar Panahi gegen eine Verurteilung wegen angeblicher »Propaganda...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Preisgekrönter Filmemacher Iranischer Regisseur Panahi scheitert mit Berufung gegen Haftstrafen-Urteil In Teheran wehrt sich der preisgekrönte Regisseur Jafar Panahi gegen eine Verurteilung wegen angeblicher »Propaganda gegen das System«. Ein berüchtigter Richter zeigt sich unerbittlich. 48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Der iranische Regisseur Jafar Panahi im Februar am Rande der Oscarverleihung Foto: Chris Pizzello / Invision / AP Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Ein Revolutionsgericht in Teheran wies die Berufung des Regisseurs ab, teilte Panahis Anwalt Mostafa Nilli mit.
Die Einzelheiten
Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili. Verantwortlich für die Entscheidung ist Richter Iman Afshari. Er ist für seine harten Urteile gegen Regierungskritiker bekannt, die Europäische Union verhängte in der Vergangenheit bereits Sanktionen gegen ihn.
Ein Revolutionsgericht hatte Panhi im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt, zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten. Panahi rief zu Protest aufAls Beweis für Panahis vermeintliche »Propaganda gegen das System« führte das Gericht vor allem Panahis Film »Ein einfacher Unfall« an. In dem fiktiven Drama trifft ein ehemaliger Gefängnisinsasse durch einen Autounfall auf seinen mutmaßlichen Peiniger.
Er entführt ihn und führt den Gekidnappten anderen früheren Häftlingen vor. Der Film handelt von Rachegelüsten und Fragen nach Gerechtigkeit. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert.
Was Experten sagen
Zum Auftakt des Europäischen Filmpreises in Berlin im vergangenen Januar hatte Panahi Filmschaffende aufgerufen, ihre Stimme zu erheben. »Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr«, sagte Panahi: »Wenn Gewalt unbeantwortet bleibt, wird sie normalisiert«. Und wenn sie normalisiert werde, breite sie sich aus und werde ansteckend.
Mehr zum Thema Cannes-Gewinner Jafar Panahi: Er hat das erlebt, was er zeigt, und er will Antworten Von Hannah Pilarczyk Iranischer Meisterregisseur Jafar Panahi: Der Mann, der den Mullahs die Stirn bietet Von Oliver Kaever Panahi kehrte während des Irankriegs überraschend nach Iran zurück, um seine Haftstrafe juristisch anzufechten. Er gilt seit Jahren als prominenter Kritiker des islamischen Systems und wurde mehrfach festgenommen. Seine berufliche Tätigkeit und seine Reisefreiheit unterliegen seit Langem strikten Einschränkungen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





