
Kehrtwende bei Migration: Emma und Lars werden Schwedens Alte nicht pflegen
Kehrtwende bei Migration : Emma und Lars werden Schwedens Alte nicht pflegen Von Niklas Zimmermann, Stockholm 27.06.2026, 12:29Lesezeit: 8 Min. Miteinander reden: Das Projekt „Drei Generationen treffen sich“ bringt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kehrtwende bei Migration : Emma und Lars werden Schwedens Alte nicht pflegen Von Niklas Zimmermann, Stockholm 27. 2026, 12:29Lesezeit: 8 Min. Miteinander reden: Das Projekt „Drei Generationen treffen sich“ bringt junge Mütter aus Einwandererfamilien und schwedische Rentner zusammen – zum Beispiel im Nationalmuseum in Stockholm.
Niklas ZimmermannSchweden hatte die liberalste Migrationspolitik Europas. Jüngst wurden aber gut integrierte junge Menschen abgeschoben. Das nennt selbst einer, der sich im Einwandererviertel fremd fühlt, „dumm“.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ein Schwede, der Ausländern hilft. So stellt sich Ulf Melander vor, als er seinen Rollator langsam aus der Bibliothek schiebt. Ulf Melander ist 76, ein bärtiger Schwede, der gern erdige Töne trägt.
Jeden Mittwochnachmittag kommt er hierher, in die Fußgängerzone von Tensta, am nordwestlichen Rand Stockholms. Die „Hijama-Klinik“ bietet hier eine altorientalische Schröpftherapie an, der Supermarkt wirbt für Baklava als „Esskultur ohne Grenzen“. Viele Frauen tragen Kopftuch, die Schaufensterpuppen auch.
„Es gibt keine Geschäfte mehr für mich“, schimpft Melander auf der Holzbank vor der Bibliothek. Ein Obststand neben ihm verkauft Orangen, Wassermelonen und Aprikosen. „Es sind zu viele Ausländer hier.
Was Experten sagen
“Seit der Flüchtlingskrise macht Schweden dichtIn die Bibliothek geht Melander, um sich mit Ausländern zu unterhalten. Jeden Mittwoch veranstaltet das Rote Kreuz ein Sprachcafé. Die Teilnehmer kommen aus Indien, Usbekistan, Russland, der Türkei, Eritrea und Somalia.
Heute sollte es ums Essen gehen. „Was isst du zum Frühstück? “ stand auf den Blättern, die die Leiterin am Anfang ausgeteilt hatte.
Als Anregung für die Gespräche, die Freiwillige wie Melander dann mit den Migranten führen. Auf Schwedisch, so gut es eben geht. Dazu gibt es Filterkaffee.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





