
KNDS: Deutsch-französischer Rüstungskonzern geht an die Börse
Leopard-2-Hersteller Rüstungskonzern KNDS lässt Kleinanleger beim Börsengang außen vor Der Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000 wagt nach langem Ringen den Weg an den Aktienmarkt. Der Bund...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Leopard-2-Hersteller Rüstungskonzern KNDS lässt Kleinanleger beim Börsengang außen vor Der Hersteller des Kampfpanzers Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000 wagt nach langem Ringen den Weg an den Aktienmarkt. Der Bund soll dafür 40 Prozent der Anteile übernehmen – und mehr zahlen als den Ausgabekurs. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern KNDS-Stand auf einer Fachmesse Foto: Daniel Karmann / dpa Es ist einer der größten europäischen Börsengänge im Verteidigungssektor der vergangenen Jahre: Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS geht an die Börse. Die Aktien des Herstellers des Kampfpanzers Leopard 2 und der Panzerhaubitze 2000 sollen im Rahmen einer Doppelnotierung in Frankfurt und Paris platziert werden, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Einzelheiten
Weitere Details, unter anderem der geplante Zeitpunkt der Notierung, sollen mit dem Prospekt zum Börsengang veröffentlicht werden. Es wird jedoch erwartet, dass KNDS noch vor Mitte Juli sein Börsendebüt feiert. Vorausgegangen war eine Einigung zwischen der deutschen und der französischen Regierung über die künftige Eigentümerstruktur des Unternehmens.
Danach erwerben die Bundesrepublik Deutschland und der französische Staat jeweils einen Anteil von 40 Prozent an KNDS . Die verbleibenden 20 Prozent sollen im Zuge des Börsengangs an institutionelle Investoren veräußert werden. Kleinanleger sollen zunächst nicht an dem Börsengang beteiligt werden.
KNDS-Chef Jean-Paul Alary sagte dazu, KNDS habe es »eilig an die Börse zu gehen« und habe den Prozess nicht komplexer machen wollen als nötig. Außerdem sei man auf »sehr großes Interesse bei institutionellen Investoren« gestoßen, deswegen sei es aktuell »nicht nötig gewesen«, sich an Kleinanleger zu wenden. Bundesregierung soll mehr als Emissionspreis zahlenErst vor wenigen Tagen hatte die EU-Kommission den Einstieg des Bundes genehmigt.
Was Experten sagen
Noch an diesem Freitag soll der Haushaltsausschuss des Bundestages über ein ganzes Paket von Verträgen abstimmen, in denen unter anderem die künftige Führungsstruktur mit den Rechten der Eigentümer geregelt wird (mehr dazu lesen Sie hier ). Die Nachrichtenagentur berichtet unter Berufung auf eine Vorlage für den Haushaltsausschuss, dass die Bundesregierung für ihr Aktienpaket mehr als den Emissionspreis zahlt. Darin ist von einem »marktüblichen Paketaufschlag« die Rede.
Ursprünglich hatte der Bund darauf gepocht, nicht mehr zu zahlen als die übrigen künftigen Aktionäre. Alary bezeichnete den geplanten Börsengang als natürlichen nächsten Schritt für das Unternehmen. »Er wird unsere strategische Agilität erhöhen und die fortgesetzten Investitionen in Kapazitäten, Innovation und Technologien der nächsten Generation unterstützen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





