
KNDS, FCAS und mehr: Unsouveränes Deutschland
KNDS, FCAS und mehr : Unsouveränes Deutschland Ein Kommentar von Niklas Záboji, Paris 21.05.2026, 11:08Lesezeit: 3 Min. Radhaubitzen des Typs RCH 155 von KNDSReutersIn Europa hat man Verständnis für Deutschlands Hadern,...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. KNDS, FCAS und mehr : Unsouveränes Deutschland Ein Kommentar von Niklas Záboji, Paris 21. 2026, 11:08Lesezeit: 3 Min. Radhaubitzen des Typs RCH 155 von KNDSReutersIn Europa hat man Verständnis für Deutschlands Hadern, zu einer militärischen Macht zu werden.
Doch im Jahr fünf der Zeitenwende darf man mehr Klarheit erwarten. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zu klein für die Welt und zu groß für Europa: Henry Kissingers Diktum über das Dilemma deutscher Geopolitik erscheint in der laufenden Aufrüstungswelle aktueller denn je. Einerseits begrüßen europäische Partner, dass man sich in Berlin nicht länger in Bullerbü wähnt.
Die Einzelheiten
Andererseits weckt das Ziel des Bundeskanzlers, die Bundeswehr konventionell zur stärksten Armee Europas zu machen, im Ausland auch Unbehagen. Nicht zuletzt in Frankreich reagiert man sensibel auf das neue deutsche Streben nach militärischer Stärke. Derlei Gefühlsregungen sind nicht nur historisch begründet.
Vielmehr sind sie auch Reaktion auf die Unklarheit, inwieweit Deutschland seine Nachbarn an der massiven Aufrüstung teilhaben lässt. Zu befürchten steht, dass rein nationale Süppchen gekocht werden. Schließlich gibt es schon länger Hinweise, dass die auf Pump generierten Rüstungsmilliarden in Berlin zu einer Haltung verleiten, im Zweifel alles selbst machen zu können.
Das wäre fatal, schließlich ermöglicht die Rüstungskooperation nicht nur eine Standardisierung und Kostensenkung. Auch politisch ist es klug, Sorgen vor einer deutschen Großmannssucht durch Gemeinschaftsprojekte entgegenzutreten. Nicht jede Kritik ist gerechtfertigt.
Was Experten sagen
Auch und gerade Frankreich beteiligt die ausländische Industrie nicht übermäßig an Rüstungsvorhaben. Und wo nach blindem Vertrauen in US-Technik nun eigene Fähigkeiten gestärkt werden, ist das grundsätzlich im Sinne aller in Europa. Mitunter herrscht in Frankreich schlicht Unmut darüber, nicht die gleiche Finanzkraft zu haben.
In der (militärischen) Luft- und Raumfahrt nicht länger Europas unbestrittene Führungsmacht zu sein, muss manch einer in Paris erst einmal verdauen. Ein Deutschland, das nicht weiß, was es willDennoch gibt Berlin seinen Nachbarn immer wieder Rätsel auf, wie europäisch das Bemühen um Wehrhaftigkeit sein soll. In der militärischen Raumfahrt etwa geht Deutschland verstärkt nationale Wege.
Unzufrieden über das Design der neuen europäischen Satellitenkonstellation IRIS2, soll die Bundeswehr für bis zu zehn Milliarden Euro nun kurzerhand eine eigene Konstellation erhalten. Mit Partnern will man dabei nicht zusammenarbeiten. Über IRIS2 murrt man in Berlin, dagegen aufbegehren oder das Projekt neu aufsetzen will man aber auch nicht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




