
Konferenz re:publica: Die letzte Party auf der Titanic
Digitale Gesellschaft Die letzte Party auf der Titanic Die re:publica träumte einst davon, mithilfe des Internets eine bessere Welt zu schaffen. Nun wirkt die Konferenz wie das Symbol für die geistige Erstarrung eines...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Digitale Gesellschaft Die letzte Party auf der Titanic Die re:publica träumte einst davon, mithilfe des Internets eine bessere Welt zu schaffen. Nun wirkt die Konferenz wie das Symbol für die geistige Erstarrung eines progressiven Milieus. Von René Pfister, Berlin 21.
41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Chor auf der re:publica: Niemals aufgeben, niemals enttäuschen Foto: Jan Zappner / re:publica Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Wie schlecht es um die Online-Diskussionskultur im Speziellen und die Lage der Menschheit im Allgemeinen steht, kann man schon am Montagmorgen ahnen. Donald Trump, die rechten Tech-Bros, der Aufstieg der AfD – die dunklen Geister der Gegenwart schweben wie Dementoren aus einem Harry-Potter-Roman über der Eröffnung der Konferenz re:publica am Berliner Gleisdreieck.
Um das Grauen zu bändigen, stimmen die Besucher einmal ein Lied an. »Hallo ihr kleinen Mäuse« begrüßt sie der ehemalige Viva-Moderator Nilz Bokelberg. Dann fordert er sie auf, das Motto der Konferenz zu singen: »Never Gonna Give You Up«, ein Lied, das der Sänger Rick Astley im Jahr 1987 zu einem Welterfolg gemacht hat und das Internet zu einem Meme.
Der Refrain handelt davon, dass man seine große Liebe niemals aufgeben, niemals enttäuschen, niemals zum Weinen bringen werde. Never gonna make you cryNever gonna say goodbyeNever gonna tell a lie and hurt you Bild vergrößern Gast auf der re:publica: Erkennungszeichen einer aufgeklärten urbanen Klasse Foto: Anne Barth / re:publica Es sind Reime, die der Saal mit einer Inbrunst mitsingt wie sonst eine katholische Kirchengemeinde »Großer Gott, wir loben dich«. Es ist ein fast sakraler Moment.
Was Experten sagen
Und man kann ihn nur verstehen, wenn man die Geschichte dieser Veranstaltung kennt, die im Jahr 2007 von ein paar engagierten Bloggern und Internetfreaks gestartet wurde und im Laufe der Jahre zur größten Digitalkonferenz ihrer Art in Europa aufstieg. Die re:publica war immer mehr als nur ein Treffen von Programmierern und Geschäftsleuten, die im Netz Geld verdienen wollten. Der Besuch der Konferenz wurde bald zum Statement: zum Erkennungszeichen einer aufgeklärten urbanen Klasse, die fest daran glaubt, dass das Netz die Welt zu einem besseren Ort machen kann.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




