
Künstliche Intelligenz: Steinmeier warnt vor Missbrauch in der Politik
Künstliche Intelligenz in Reden und Texten Steinmeier warnt vor KI-Missbrauch in der Politik In politischen Reden und Texten kommt zunehmend künstliche Intelligenz zum Einsatz. Nun mahnt Bundespräsident Steinmeier einen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Künstliche Intelligenz in Reden und Texten Steinmeier warnt vor KI-Missbrauch in der Politik In politischen Reden und Texten kommt zunehmend künstliche Intelligenz zum Einsatz. Nun mahnt Bundespräsident Steinmeier einen verantwortungsvollen Umgang an – und erklärt, welche Regeln das Präsidialamt hat. Von Florian Gathmann und Severin Weiland 23.
34 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Schloss Bellevue in Berlin, Anfang Juni 2026: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik für internationales politisches Engagement Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+.
Die Einzelheiten
Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mischt sich in die aktuelle Debatte über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Politik ein. »Der Bundespräsident ist überzeugt, dass Politikerinnen und Politiker, denen in Wahlen Verantwortung und Macht übertragen werden, nicht den Verdacht nähren sollten, das eigene Urteilsvermögen an eine maschinelle Texterzeugung abzugeben«, teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts dem SPIEGEL mit.
Transparenz und die glaubwürdige Bereitschaft, jederzeit das eigene Wort als authentisch einordnen zu können, gehörten zur Integrität der Politik. »Andernfalls würde unsere Demokratie Schaden nehmen«, so die Sprecherin weiter. Eine weitere Gefahr für das Vertrauen in die Demokratie und die Politik besteht laut dem Bundespräsidenten in der missbräuchlichen Verwendung von KI-Anwendungen, etwa zur gezielten Täuschung durch visuelle oder textliche Fälschungen.
Zuletzt hatte es Berichte über Reden und Aufsätze gegeben, die sich der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger per KI hatten formulieren lassen. Dies löste eine breite Debatte über den Einsatz von KI bei der Erstellung von Texten aus – in der Politik, aber auch im Journalismus, in der Literatur und der Wissenschaft. »Der Bundespräsident ist überzeugt, dass eine Meinungsäußerung, ein Text oder eine Rede im politischen Raum immer einem Menschen zurechenbar sein sowie menschliche Individualität, Vernunft, Reflexion und Urteilskraft zum Ausdruck bringen sollte.
Keine Maschine kann diese Leistung ersetzen. « Aus der Antwort des Präsidialamtes an den SPIEGEL In der schriftlichen Antwort auf die Frage nach dem grundsätzlichen Umgang und den Gefahren der KI-Nutzung erklärte das Bundespräsidialamt weiter: »Der Bundespräsident ordnet KI-Assistenten und KI-unterstützte Suchmaschinen als innovative Instrumente ein, die den Menschen bei Information, Recherche und Analyse oder etwa auch bei der Übersetzung aus oder in Fremdsprachen unterstützen können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



