
Landgericht Berlin: Mediziner gab Tipps zur Vergewaltigung von Frauen – fünf Jahre Haft
Mitglied eines Missbrauchs-Netzweks Mediziner gab Tipps zur Vergewaltigung von Frauen – fünf Jahre Haft Ein Mediziner aus China gab in einer Chatgruppe Tipps zur Sedierung von Frauen. Laut Gericht wurde ein empfohlenes...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Mitglied eines Missbrauchs-Netzweks Mediziner gab Tipps zur Vergewaltigung von Frauen – fünf Jahre Haft Ein Mediziner aus China gab in einer Chatgruppe Tipps zur Sedierung von Frauen. Laut Gericht wurde ein empfohlenes Mittel bei mindestens einer späteren Vergewaltigung genutzt. Er wurde nun wegen Beihilfe verurteilt.
32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Der Angeklagte hält sich im Kriminalgericht Moabit einen Aktenordner vors Gesicht Foto: Soeren Stache / dpa In einer Chatgruppe tauschten sich mehrere Männer über sexualisierte Gewalt an betäubten Frauen aus.
Die Einzelheiten
Ein 32-Jähriger aus China gab dabei medizinische Hinweise, wie Opfer sediert werden könnten. Das Landgericht Berlin verurteilte den inzwischen promovierten Mediziner zu fünf Jahren Haft – wegen Beihilfe zur Vergewaltigung sowie zur sexuellen Nötigung in drei Fällen. Der Angeklagte habe als Mitglied eines Netzwerks innerhalb der Chatgruppe wiederholt Ratschläge zur Sedierung von Frauen gegeben, sagte der Vorsitzende Richter.
Es handele sich um gravierende Straftaten. »Solche Fälle sind frauenverachtend, weil Frauen zu reinen Objekten degradiert werden«, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Ein Mitglied der Chatgruppe habe laut Urteil serienmäßig Frauen überfallen und vergewaltigt.
Der Angeklagte habe ihm ein konkretes Beruhigungsmittel empfohlen. Aus den Chatnachrichten ergebe sich, dass der später in Frankfurt am Main angeklagte Mann das Mittel verwendet habe, so der Richter. Das Gericht habe »keine Zweifel, dass das eine Beihilfe ist«.
Was Experten sagen
Angeklagter betäubte auch eigene VerlobteÜberdies waren die Richter überzeugt, dass der Angeklagte in den Jahren 2020 und 2021 seine Verlobte in drei Fällen sexuell genötigt habe. Die Taten sollen sich in einem Hotelzimmer in Peking ereignet haben. Die Frau sei ebenfalls sediert, also bewusstlos, gewesen.
Teilweise seien weitere Männer beteiligt gewesen, so das Gericht. Dem Strafverfahren in Berlin gingen Ermittlungen in mehreren Bundesländern gegen ein Netzwerk von überwiegend chinesischen Männern voraus. Ausgangspunkt war eine Meldung des hessischen Landeskriminalamts.
Im Zuge der Datenauswertung wurde der Angeklagte als Teilnehmer des Gruppenchats ermittelt. Bei einer Durchsuchung wurden mehrere Videodateien gefunden, die laut Anklage die Taten aus den Jahren 2020 und 2021 zeigen sollen. Die Verlobte des 32-Jährigen machte keine Angaben.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





