
Landgericht Frankfurt verhängt Ordnungsgeld gegen Meta
100.000 Euro Landgericht Frankfurt verhängt Ordnungsgeld gegen Meta Meta muss wegen zu später Löschung falscher Behauptungen auf Facebook ein Ordnungsgeld von 100.000 Euro zahlen. Das Gericht wertete die...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: 000 Euro Landgericht Frankfurt verhängt Ordnungsgeld gegen Meta Meta muss wegen zu später Löschung falscher Behauptungen auf Facebook ein Ordnungsgeld von 100. Das Gericht wertete die Erklärungsversuche des Konzerns sogar straferhöhend. 46 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Logo von Facebooks Mutterkonzern Meta Foto: Daniel Cole / Weil Facebook zu langsam Falschbehauptungen gelöscht hat, hat die Pressekammer des Landgerichts Frankfurt ein Ordnungsgeld in Höhe von 100. 000 Euro gegen den Mutterkonzern Meta verhängt.
Die Einzelheiten
Laut dem Gericht wurden auf dem Netzwerk falsche Behauptungen über einen im Gazastreifen eingesetzten Soldaten gepostet und dieser zu Unrecht als Kriegsverbrecher bezeichnet. Auch sein Name und ein Bild von ihm seien veröffentlicht worden. Den Angaben zufolge war der Mann gegen diese Einträge in einem Eilverfahren vorgegangen.
Daraufhin untersagte die Kammer Meta am 23. März 2026 die Veröffentlichung dieser »wahrheitswidrigen Einträge« auf Facebook und drohte ein Ordnungsgeld an, sollte diese nicht beachtet werden. »Diese Anordnung wurde Meta einen Tag später zugestellt«, hieß es.
Da die Einträge zunächst nicht gelöscht worden seien, habe der Soldat den Erlass eines Ordnungsgeldes beantragt. Die Posts seien dann am 8. April von der Plattform entfernt worden.
Was Experten sagen
Jedoch wurde das Ordnungsgeld laut dem Gericht verhängt, da Meta für insgesamt 15 und 17 Tage die Unterlassungs- und Löschungsanordnung nicht beachtet hatte. Gericht sieht strukturelle Fehlorganisation bei Meta»Dieser im Medienzeitalter erhebliche Zeitraum wiegt hier besonders schwer, weil unter Verwendung des Klarnamens und Bildnisses des Antragstellers Falschvorwürfe verbreitet wurden, wonach er Kriegsverbrechen begangen habe«, betonte die Kammer. »Es obliegt Meta als Teil eines milliardenschweren Konzerns, seinen Betrieb so zu organisieren, dass die ihm auferlegten Verpflichtungen unverzüglich erfüllt werden können.
Das gilt umso mehr, als dafür kein hoher Aufwand betrieben werden müsste. « Mehr zum Thema Gefahren im Netz: Kampf gegen Social-Media-Sucht – Meta und Co. zahlen Millionen an US-Schulbezirk Datenübertragung nach China: TikTok muss wegen Datenschutzverstößen 530 Millionen Euro Strafe zahlen Digital Markets Act: EU soll Millionenstrafe gegen Google planen Entsprechende Angaben von Meta zu internen Verzögerungsprozessen einschließlich Sprachhürden bewertete das Gericht eher als schulderhöhend.
»Denn damit räumt Meta ein, strukturelle Fehlorganisationen bewusst aufrechtzuerhalten, die eine unverzügliche Beachtung gerichtlicher Unterlassungsgebote unmöglich machen«, hieß es. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde eingelegt werden. Eine Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





