
Literatur: Schrifstellerin Christine Wunnicke erhält den Georg-Büchner-Preis
Wichtige literarische Auszeichnung Christine Wunnicke erhält Georg-Büchner-Preis Die Schriftstellerin Christine Wunnicke wird mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Die Jury lobt »ihr stets überraschendes und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wichtige literarische Auszeichnung Christine Wunnicke erhält Georg-Büchner-Preis Die Schriftstellerin Christine Wunnicke wird mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Die Jury lobt »ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk« und die »Verblüffungskraft« und den Eigensinn ihrer Romane. 59 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Autorin Wunnicke bei einer Veranstaltung in München Foto: Volker Derlath / SZ Photo / picture alliance Die Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit.
Die Einzelheiten
Wunnicke ist als Autorin historischer Romane bekannt. Im vergangenen Jahr erschien ihr jüngstes Buch »Wachs«, das im Frankreich des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist.
Damit stand sie erneut auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im selben Jahr wurde sie mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Gesamtwerk gewürdigt, in diesem Jahr mit dem Literaturpreis der Darmstädter Jury »Buch des Monats« für »Wachs«. Lob für »Verblüffungskraft ihres Œuvres«In ihrer Begründung lobt die Jury Wunnicke für ihr »stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt ist.
« Die »Verblüffungskraft ihres Œuvres«, sein unbekümmerter Eigensinn und die »unbeirrbare Arbeit eines Vierteljahrhunderts« beeindruckten die Leserinnen und Leser. Hervorgehoben wird außerdem die Auseinandersetzung mit Fakten und Fiktionalem in den Büchern Wunnickes. Ihre Arbeit mache im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermögliche so einen neuen Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, »ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen«.
Was Experten sagen
Zugleich zeichne sich ihre Arbeit durch Sprachwitz aus, ohne dabei selbstreferenziell zu werden. Unterhaltendes und anspruchsvolle Reflexion würden so verbunden, heißt es in einer Erklärung der Akademie. Wunnicke wurde 1966 in München geboren und studierte Linguistik, Altgermanistik und Psychologie in Berlin und Glasgow.
Nach dem Studium war sie in der Wissenschaftsverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft in München tätig. Seit Anfang der Neunzigerjahre tritt sie als Autorin in Erscheinung. Zunächst von Hörspielen und Radiofeatures, seit über 20 Jahren auch mit Romanen.
Zu ihren Werken gehört etwa die Romane »Der Fuchs und Dr. Shimamura« über einen scheinbar an Hysterie erkrankten japanischen Nervenarzt (2015) oder »Katie« über die Begegnung des englischen Physikers William Crookes und der Verrenkungskünstlerin Florence Cook (2017). Für ihr 2020 erschienenes Werk »Die Dame mit der bemalten Hand« wurde Wunnicke mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





