
Martin Höfeler: Armedangels-Chef will nach Kritik Verantwortung übernehmen
Stress, Zusammenbrüche Armedangels-Chef übernimmt nach Kritik an Unternehmenskultur Verantwortung Beim Modelabel Armedangels soll ein toxisches Arbeitsklima geherrscht haben. Auf Vorwürfe im SPIEGEL räumt der Chef des...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Stress, Zusammenbrüche Armedangels-Chef übernimmt nach Kritik an Unternehmenskultur Verantwortung Beim Modelabel Armedangels soll ein toxisches Arbeitsklima geherrscht haben. Auf Vorwürfe im SPIEGEL räumt der Chef des Unternehmens Fehler ein. Vieles habe sich bereits verändert – und er gelobe Besserung.
35 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Martin Höfeler, CEO von Armedangels Foto: Marcus Simaitis / laif Mehrere Mitarbeitende des Modelabels Armedangels haben im SPIEGEL über schlechte Arbeitsbedingungen, Stress und Zusammenbrüche berichtet.
Die Einzelheiten
Nun hat sich Martin Höfeler, der CEO des Unternehmens, zu den Vorwürfen geäußert – er möchte demnach Verantwortung übernehmen. »Zwischen dem, was wir nach außen kommunizieren – Transparenz, Verantwortung, Mut zur Veränderung – und dem, wie es sich für einzelne Mitarbeitende angefühlt hat, gab es eine Lücke«, heißt es in dem Statement. »Ich persönlich trage dafür Verantwortung«, räumt Höfeler ein.
Armedangels steht wie kaum ein Label für verantwortungsbewusste Mode. Doch SPIEGEL-Recherchen legen nahe, dass das Kölner Unternehmen auf seinem Wachstumskurs reihenweise enttäuschte Mitarbeiter zurücklässt: Die Ex-Angestellten berichten unter anderem von hohem Druck, einem CEO, der Mitarbeitende herablassend behandeln soll und angeblich rücksichtslosen Kündigungen. Am Ende gehe es Höfeler um das Vertrauen der Menschen, die Armedangels ausmachen würden – die Mitarbeitenden, sagt Höfeler.
»Dieses Vertrauen zu schützen, ist die Aufgabe meines Lebens. « Mehr zum Thema Stress und Zusammenbrüche bei Armedangels: Die toxische Geschichte hinter der nachhaltigen Jeans Von Laurenz Schreiner und Franziska Wüst Nachhaltiges Modelabel: So hat der SPIEGEL zu den toxischen Arbeitsbedingungen bei Armedangels recherchiert Eine ehemalige Armedangels-Designerin, verantwortlich etwa für das erfolgreiche Jeansmodell »Detox Denim«, berichtet, wie sie aufgrund der harten Arbeit in einem Meeting mit Höfeler in Tränen ausgebrochen sei. Danach sei sie wochenlang krank ausgefallen.
Was Experten sagen
Andere Mitarbeitende berichten über einen Vorgesetzten, der Frauen im Team als »dirty bitches« bezeichnet habe – und »90 Prozent des Teams« als »faul«. In seinem Statement geht Höfeler auf die Vorwürfe ein, einige der Vorgänge liegen demnach mehrere Jahre zurück. Seitdem hätte sich einiges in seinem Unternehmen geändert.
Armedangels hätte »intern viele Themen aufgearbeitet, an vielen Stellen Veränderungen angestoßen und Prozesse neu aufgesetzt. «Weiter schreibt Höfeler: »Mit Abstand sehen wir manche Entscheidungen klarer. Rückblickend würden wir heutzutage in solchen Situationen anders vorgehen.
« Dass ehemalige Mitarbeitende ihre Zeit bei Armedangels teilweise als belastend oder enttäuschend erlebt hätten, würde das Unternehmen erst nehmen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





