
Mediamarkt-Saturn: EU-Kommission prüft Übernahme durch JD.com genauer
Verdacht auf unfaire Staatshilfen EU-Kommission prüft Übernahme von Mediamarkt-Saturn durch chinesischen Techriesen Der chinesische Handelskonzern JD.com ist bei der Übernahme von Mediamarkt-Saturn schon weit gekommen....
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verdacht auf unfaire Staatshilfen EU-Kommission prüft Übernahme von Mediamarkt-Saturn durch chinesischen Techriesen Der chinesische Handelskonzern JD. com ist bei der Übernahme von Mediamarkt-Saturn schon weit gekommen. Doch nun hat die EU-Kommission Bedenken.
22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Flaggen an einer Mediamarkt-Filiale Foto: Matthias Balk / dpa / picture alliance Die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler Mediamarkt-Saturn durch den chinesischen E-Commerce-Riesen JD.
Die Einzelheiten
com stößt auf Hürden in Brüssel. Die Europäische Kommission hat nach einer ersten Untersuchung »vorläufige Bedenken« und prüft den Fall nun genauer. Ihre Zustimmung ist eine der Voraussetzungen für einen Eigentümerwechsel.
Die EU-Kommission kündigte an, sie werde den Kauf der Mehrheitsanteile an der Muttergesellschaft Ceconomy AG durch JD. com auf unfaire Subventionen aus Peking prüfen. Das Unternehmen habe in China möglicherweise von direkten Staatshilfen, Steuervorteilen und günstigen Krediten profitiert, begründete die Kommission ihr Vorgehen.
Sie will nun prüfen, ob solche Hilfen dazu geführt haben, dass JD. com ein höheres Angebot machen und so die bisherigen Anteilseigner überzeugen konnte. Die EU-Kommission will außerdem prüfen, ob die Übernahme den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren würde.
Was Experten sagen
Nach EU-Recht hat sie bis zum 2. Oktober Zeit für eine endgültige Entscheidung. Sie betonte, dass deren Ergebnis offen sei.
com könnte sich im Laufe der Untersuchung auch zu bestimmten Zusagen verpflichten, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern. Prüfung unter sicherheitspolitischen GesichtspunktenJD bezeichnete die Untersuchung am Donnerstag als »normalen Verfahrensschritt«. Der Konzern habe »im Zusammenhang mit der Transaktion keine ausländischen Subventionen erhalten, die den Wettbewerb im EU-Binnenmarkt verzerren könnten«, teilte ein Sprecher mit.
Das Unternehmen werde mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Das Bundeskartellamt hatte den Erwerb bereits im September freigegeben. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, da JD.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





