
Nach dem AfD-Parteitag: Ein Malermeister kämpft um seine Macht
Nach dem AfD-Parteitag : Ein Malermeister kämpft um seine Macht Von Friederike Haupt, Berlin 07.07.2026, 21:37Lesezeit: 4 Min. Tino Chrupalla, AfD-Bundes- und -Fraktionsvorsitzender, kommt zur Vorstellung seines Buches...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach dem AfD-Parteitag : Ein Malermeister kämpft um seine Macht Von Friederike Haupt, Berlin 07. 2026, 21:37Lesezeit: 4 Min. Tino Chrupalla, AfD-Bundes- und -Fraktionsvorsitzender, kommt zur Vorstellung seines Buches „Handwerk – Meister – Politik“ in das Restaurant „Augustiner“ am Gendarmenmarkt.
dpaAfD-Chef Tino Chrupalla hält viel auf seine Bodenständigkeit. Doch was bringt die noch in der Partei? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Tino Chrupalla ist Malermeister.
Die Einzelheiten
Das ist nicht nur sein Beruf, sondern auch sein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Spitzenpolitik. Es signalisiert Bodenständigkeit, einen Wesenszug, der Bürgern heute bei Politikern fehlt. Vielen erscheint Chrupallas Partei, die AfD, auch deshalb attraktiv, weil jemand wie er sie führt.
So passte es, dass Chrupalla die Hauptstadtpresse am Dienstag nicht in einem hochglänzenden Sitzungssaal, sondern in einem Berliner Wirtshaus empfing, an der holzgetäfelten Wand hinter sich Hirschgeweihe, auf dem Tisch vor sich ein Jausenbrett und ein Buch. Seine Biographie: „Handwerk – Meister – Politik“. Chrupalla habe die AfD von der Professoren- zur Volkspartei gemacht, pries der Publizist Max Otte (Selbstbeschreibung: „20 Bücher, 14 Bestseller“) den Autor an.
Otte war früher Vorsitzender der Werteunion und 2022 parteiloser Kandidat der AfD für das Amt des Bundespräsidenten. Chrupalla selbst betonte, dass er sein Buch auch als „Lobbyarbeit für das Handwerk“ verstehe, es könne jungen Leuten zeigen, dass nicht allein akademische Bildung einen weit bringe. Ohne diese werde man heute ein „Stück weit belacht“.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Er selbst kann es bezeugen: ungeschickte Formulierungen in Talkshows, Anzüge, die von Herrenausstattern öffentlichkeitswirksam als provinziell beschrieben wurden, der ambivalente Spitzname „Pinsel“, den auch manche in der AfD für ihn verwenden. Trotzdem – und deswegen – hat Chrupalla es zum Vorsitzenden der Partei gebracht, die bundesweit in den Umfragen führt.
Agiert Chrupalla taktisch ungeschickt? Allerdings muss Chrupalla um seine Macht kämpfen. Das zeigte der AfD-Parteitag am Wochenende.
Der Sachse wurde zwar ohne Gegenkandidaten abermals zum Parteichef gewählt; in dem Amt hält er sich seit nun bald sieben Jahren, was eine lange Zeit ist, insbesondere angesichts der turbulenten Entwicklung der AfD. Doch sein Ergebnis – gerade 70 Prozent – war schlecht. Zwei Jahre zuvor hatte er noch 82 Prozent geholt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





