
Nach dem Erdbeben: Venezuelas Wiederaufbau bekommt eine neue Bedeutung
Nach dem Erdbeben : Venezuelas Wiederaufbau bekommt eine neue Bedeutung Ein Kommentar von Tjerk Brühwiller 29.06.2026, 06:59Lesezeit: 4 Min. In La Guaira, Venezuela, am SamstagReutersIm Januar war es der militärische...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Nach dem Erdbeben : Venezuelas Wiederaufbau bekommt eine neue Bedeutung Ein Kommentar von Tjerk Brühwiller 29. 2026, 06:59Lesezeit: 4 Min. In La Guaira, Venezuela, am SamstagReutersIm Januar war es der militärische Druck der USA, der Caracas zum Pragmatismus zwang.
Nun ist es die Katastrophe. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Eine Naturkatastrophe offenbart viel über ein Land, über seinen Staat und seine Bevölkerung. Das ist auch in Venezuela zu beobachten.
Die Einzelheiten
Dort hatte sich in den Stunden nach den schweren Erdbeben am Mittwoch ein Großaufgebot von Helfern und Beamten in den unterschiedlichsten Uniformen versammelt. Jeder wollte etwas zu sagen haben. Doch wer am Ende des Tages noch auf den Trümmern stand, waren die Freiwilligen, die mit Schaufeln, Pickeln und oft mit bloßen Händen den Schutt abtrugen.
Es waren Zivilisten mit Motorrädern und Autos, die als Erste in die besonders schwer betroffene Küstenregion gelangten, um ihren Landsleuten zu helfen. Die Venezolaner sind Meister darin, sich selbst zu helfen. Auf den Staat verlassen sie sich schon lange nicht mehr.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Was das Beben sichtbar gemacht hatKein Land der Welt hätte das Doppelbeben vom vergangenen Mittwoch unbeschadet überstanden. Doch Venezuela wurde nicht unter normalen Umständen getroffen.
Was Experten sagen
Die Erde bebte in einem Land, dessen Grundversorgung schon seit Jahren brüchig ist, von der Strom- und Wasserversorgung bis zum Gesundheitswesen. Das Beben hat somit nicht nur Gebäude zerstört, sondern auch sichtbar gemacht, was längst beschädigt war. Deutlich zeigt sich das in den Krankenhäusern.
Viele von ihnen waren schon vor der Katastrophe überfordert. Es fehlte an Material und Medikamenten. Tausende Ärzte und Pflegekräfte haben Venezuela während der Krise der vergangenen Jahre verlassen.
Diese Krankenhäuser sollen nun Verletzte versorgen, obwohl sie selbst Teil der Krise sind. Ähnlich ist es bei Feuerwehr und Zivilschutz, die über Jahre keine ausreichenden Investitionen erhalten haben. Schon vor dem Beben fehlten Suchgeräte, moderne Fahrzeuge und Maschinen, Kommunikation und Koordination.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



