
„Normenflut“: Warum das Bauen immer teurer wird
„Normenflut“ : Warum das Bauen immer teurer wird Von Bernd Freytag 07.07.2026, 15:05Lesezeit: 4 Min. Alles nach DIN: Bau von Einfamilienhäusern am Leipziger Stadtrand.dpaDie Baukosten für Wohnraum laufen aus dem Ruder....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. „Normenflut“ : Warum das Bauen immer teurer wird Von Bernd Freytag 07. 2026, 15:05Lesezeit: 4 Min. Alles nach DIN: Bau von Einfamilienhäusern am Leipziger Stadtrand.
dpaDie Baukosten für Wohnraum laufen aus dem Ruder. Fachleute schlagen Alarm. Was es jetzt braucht, um die Branche zu entlasten.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wie dick müssen Wände sein, wie breit die Türen, wie viel Dämmung braucht ein Haus? Für fast alles beim Bau gibt es DIN-Normen – Standards, ausgearbeitet am Deutschen Institut für Normung in Berlin. Nicht immer sind solche Normen verbindlich.
Trotzdem halten sich die meisten Planer und Bauunternehmen daran. Aus Sorge, bei einer Klage vor Gericht würde ihnen unterstellt, sie hätten nicht nach den „anerkannten Regeln der Technik“ gebaut. So werden Wände dick und dicker, Wärmeschutz stark und stärker und Türen mittlerweile so breit, dass sie auch den Anforderungen von Barrierefreiheit entsprechen.
Eine Folge: Bauen kostet immer mehr. Um 245 Prozent seien die Baukosten für Wohnraum seit dem Jahr 2000 gestiegen, sagt Dietmar Walberg. Ein Fünftel des Anstiegs, schätzt er, sei nur auf neue oder veränderte Normen zurückzuführen.
Was Experten sagen
Walberg und andere Fachleute haben deshalb zur „Deutschen Baunormen-Konferenz“ nach Berlin eingeladen. Um der „Normenflut“ im Wohnungsbau Einhalt zu bieten, wie er sagt. Und Normen wieder auf ihren Zweck auszurichten und auf das zu reduzieren, was sie sind: Empfehlungen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Keine KontrolleWalberg ist Leiter des schleswig-holsteinischen Bauforschungsinstitutes ARGE, seine Mitstreiterin Heike Böhmer ist Direktorin des niedersächsischen Institutes für Bauforschung (IFB). Beide Institute wurden schon 1946 gegründet, um den Wohnungsbau in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt erst in großem Maßstab wieder möglich zu machen.
Ohne Normen und Standardisierungen wäre das Wirtschaftswunder vermutlich ausgeblieben. Mit der Zeit allerdings hat sich das Umfeld stark geändert. Von den vielen damals ins Leben gerufenen Bauforschungsinstituten existieren nur noch diese beiden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





