
Ozonloch: Abbau der Ozonschicht begann schon vor Verbreitung von FCKW
Schutzschicht um die Erde Ozonschicht schrumpfte schon vor der Verbreitung von FCKW Fluorchlorkohlenwasserstoffe gelten als Ursache für das Ozonloch, das mehr UV-Strahlen auf die Erde lässt. Nun haben Forscher...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Schutzschicht um die Erde Ozonschicht schrumpfte schon vor der Verbreitung von FCKW Fluorchlorkohlenwasserstoffe gelten als Ursache für das Ozonloch, das mehr UV-Strahlen auf die Erde lässt. Nun haben Forscher herausgefunden: Der Abbau der schützenden Schicht begann durch eine andere Chemikalie. 20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Wolkenhimmel am Abend: Entdeckung des Ozonlochs in den 1980er-Jahren führte zu weitgehendem Verbot von FCKW Foto: Ray van Zeschau / IMAGO aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten 1985 bewiesen britische Forscher die Existenz des Ozonlochs.
Durch die Öffnung in der schützenden Ozonschicht um die Erde treffen verstärkt ultraviolette Strahlen auf die Oberfläche des Planeten. Als Ursache für den Abbau der Ozonschicht gelten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKW. Doch nun zeigt eine Studie, dass die Ozonschicht schon vor der Verbreitung von FCKW dünner geworden ist – Ursache dafür sei eine andere Industriechemikalie namens Tetrachlomethan (CCl4) gewesen, heißt es.
Diese Substanz wurde als Lösungsmittel genutzt, lange bevor FCKW in Kühlanlagen und Sprühdosen weitverbreitet waren. »Aus Lehrbüchern wissen wir, dass FCKW zum Ozonabbau führen«, sagt der Erstautor der Studie Jian Guan vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. »Es stellte sich jedoch heraus, dass eine andere Verbindung den Ozonabbau viel früher verursachte als FCKW.
Was Experten sagen
Das war eine große Überraschung. « Tetrachlormethan sei bereits ab 1914 in den USA als industrielles Lösungsmittel genutzt worden, berichtet das Forschungsteam in der Fachzeitschrift »PNAS« . Es sei spätestens in den Dreißigerjahren weitverbreitet gewesen, lange vor dem großflächigen Einsatz von FCKW.
Beide Substanzen können Chlor abspalten und damit die vor den UV-Strahlen der Sonne schützende Ozonschicht schädigen. Keine erkennbaren gesundheitlichen AuswirkungenIm Zeitraum 1920 bis 1960 war Tetrachlormethan laut Studie der Hauptverursacher des menschengemachten Ozonabbaus. Danach sei die Konzentration der FCKW in der Atmosphäre rapide angestiegen.
Der Ozonabbau durch Tetrachlormethan sei wesentlich kleiner gewesen als die spätere Schädigung durch die FCKW, sagte Studienleiterin Susan Solomon der Nachrichtenagentur dpa. »Er war zu gering, um erkennbare gesundheitliche Auswirkungen zu haben. Der Abbau, der später stattfand, als FCKW in großen Mengen eingesetzt wurden, wurde viel größer.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




