
Palantir: Frankreich beendet Zusammenarbeit mit US-Konzern
Künstliche Intelligenz Frankreich beendet Zusammenarbeit mit US-Konzern Palantir Der französische Inlandsgeheimdienst will künftig nicht mehr das KI-Unternehmen Palantir nutzen. Stattdessen investiert die Regierung...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Künstliche Intelligenz Frankreich beendet Zusammenarbeit mit US-Konzern Palantir Der französische Inlandsgeheimdienst will künftig nicht mehr das KI-Unternehmen Palantir nutzen. Stattdessen investiert die Regierung Millionen in eigene KI-Infrastruktur, um unabhängiger von US-Technologie zu werden. 22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ein trojanisches Pferd mit Maske von US-Präsident Donald Trump bei einer Anti-Palantir-Demonstration vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, September 2025 Foto: Fabrizio Bensch / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Der französische Inlandsgeheimdienst DGSI will seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Tech-Unternehmen Palantir beenden.
»Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren«, sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Lecornu kündigte an, dass Frankreich stattdessen 655 Millionen Euro in eine eigene Infrastruktur für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) investieren werde, konkret in »Forschung, Unternehmen und Industriezweige«. Frankreich dürfe nicht vom »guten Willen bestimmter Partner« abhängen, die in der Lage seien, den Zugang zu KI-Anwendungen zu sperren, sagte Lecornu.
Ziel müsse es stattdessen sein, »echte Autonomie aufzubauen«, fügte er hinzu. Als Reaktion auf Lecornus Pläne erklärte der Vorsitzende des französischen Arbeitgeberverbands die angekündigten Ausgaben in Höhe von 655 Millionen Euro seien zu gering. Sie spiegelten »die sehr begrenzten Mittel wider, die Frankreich aufgrund des Zustands seiner öffentlichen Finanzen zur Verfügung stehen.
Was Experten sagen
« Reaktion auf US-Modell-SperrePalantir ist auf Datenanalyse und KI spezialisiert und zählt neben Unternehmen auch Regierungen zu seinen Kunden. Mitgegründet wurde Palantir von dem aus Deutschland stammenden Techmilliardär Peter Thiel, der ein wichtiger Unterstützer von US-Präsident Donald Trump ist. Die Palantir-Software vereinheitlicht Daten und macht sie sofort analysefähig.
Dabei kommt KI zum Einsatz. Die Entscheidung des Geheimdienstes erfolgte kurz nach einer Anordnung der US-Regierung an das US-Unternehmen Anthropic, den Zugang zu deren beiden leistungsstarken KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 für Nicht-US-Bürger zu blockieren. Anthropic hatte sich daraufhin dazu entschieden, den Zugang für alle Nutzer zu unterbinden.
Die Sperrung hatte in Frankreich Forderungen nach größerer Unabhängigkeit von den USA bei der KI-Entwicklung ausgelöst.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





