
Parlamentspräsidentin: „Blut an den Händen“ – wo im Landtag die rote Linie verläuft
Parlamentspräsidentin : „Blut an den Händen“ – wo im Landtag die rote Linie verläuft Von Ralf Euler 26.06.2026, 19:55Lesezeit: 9 Min. „Die wichtigste Regel – Ruhe bewahren“: Astrid Wallmann in ihrem Büro im Hessischen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Parlamentspräsidentin : „Blut an den Händen“ – wo im Landtag die rote Linie verläuft Von Ralf Euler 26. 2026, 19:55Lesezeit: 9 Min. „Die wichtigste Regel – Ruhe bewahren“: Astrid Wallmann in ihrem Büro im Hessischen LandtagJanek StempelHessens Landtagspräsidentin Astrid Wallmann über hitzige Debatten, die Grenzen des Zulässigen, wann sie im Plenum eingreifen muss und warum Fraktionsmitarbeiter auf ihre Verfassungstreue hin überprüft werden.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Wallmann, im Hessischen Landtag gibt es fünf Fraktionen mit zusammen 133 Abgeordneten; 28 davon Vertreter der AfD. Wie schwierig ist es, dieses Haus zu führen und die Debatten im Rahmen zu halten? Mal mehr, mal weniger.
Die Einzelheiten
Es gibt Debatten, die hoch emotional sind und mit heftigen wechselseitigen Vorwürfen geführt werden. Aber immer wieder auch ausgesprochen ruhige Diskussionen, in denen es um die Sache geht und in denen man einander zuhört. Mit heiklen Momenten, in denen die Sitzungsführung gefordert ist, binnen Sekunden zu entscheiden, muss man allerdings immer rechnen.
Da kommt es dann nicht zuletzt auf Erfahrung und Routine an? Sicher bin ich heute routinierter als bei meinem Amtsantritt im Mai 2022, aber man weiß vor einer Sitzung nie, was einen erwartet. Zum Glück entwickelt man mit der Zeit ein gutes Gespür dafür, wann es notwendig ist, sich in eine Debatte einzumischen – und wann man es besser lässt.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Vielleicht sollte man ein Pädagogik- oder Psychologiestudium zur Voraussetzung für die Wahl zum Parlamentspräsidenten machen? Das würde jedenfalls nicht schaden (lacht).
Was Experten sagen
Die wichtigste Regel in diesem Beruf lautet meiner Erfahrung nach aber: Ruhe bewahren! Es bringt nichts, wenn man seinen Emotionen freien Lauf lässt und sich über die Entgleisung eines Abgeordneten aufregt. Emotionen gibt es in solchen Momenten schon genug – von der einen wie von der anderen Seite.
Dann sprechen und rufen alle durcheinander: Der hat das gesagt, der hat das gesagt. In solchen Augenblicken hilft es, wenn man einen klaren inneren Kompass hat und gelassen bleibt. Sie waren vor Ihrer Wahl zur Landtagspräsidentin stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU.
In diesem Amt hatten Sie eher die Aufgabe, Feuer in die Debatte zu tragen. War die Umstellung vom Angreifer zum Schiedsrichter schwierig? Ich habe mich auch als Abgeordnete immer an die Regeln gehalten und im Plenarsaal noch nie jemanden persönlich beleidigt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





