
Positives Urteil: Wie Bayers Glyphosat-Fluch endet
Positives Urteil : Wie Bayers Glyphosat-Fluch endet Ein Kommentar von Jonas Jansen 26.06.2026, 11:25Lesezeit: 3 Min. Versprach, das Glyphosat-Risiko „signifikant einzudämmen“: der Bayer-Vorstandsvorsitzende Bill...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Positives Urteil : Wie Bayers Glyphosat-Fluch endet Ein Kommentar von Jonas Jansen 26. 2026, 11:25Lesezeit: 3 Min. Versprach, das Glyphosat-Risiko „signifikant einzudämmen“: der Bayer-Vorstandsvorsitzende Bill Anderson.
ReutersNoch nie war Bayer so nah dran, sich der Glyphosat-Klagen zu entledigen. Milliardensummen hat der deutsche Konzern verbrannt – geregelt hat es jetzt ausgerechnet ein Amerikaner. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zwölf Milliarden Euro hat Thyssenkrupp einst in seinem erfolglosen Stahlwerk-Abenteuer in Brasilien und den USA versenkt.
Die Einzelheiten
Bayer hat für Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat in den Vereinigten Staaten mehr als 20 Milliarden Euro an Auszahlungen und Rückstellungen bilanziert. Und Volkswagen hat der Dieselskandal inzwischen mehr als 33 Milliarden Euro gekostet. Die Dramen jenseits des Atlantiks haben alle unterschiedliche Voraussetzungen und Hintergründe, doch eins eint sie: In allen Fällen hat sich eine deutsche Industrieikone ziemlich darin verschätzt, was sie sich erlauben kann.
Und was auf sie zurollt. Für Bayer dürfte eine lange Leidenszeit endlich vorbei sein. Denn der Supreme Court, das höchste amerikanische Gericht, hat am Donnerstag entschieden, dass Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.
Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise auf dem glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittel Roundup die Grundlage. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen 63 Milliarden Dollar hat Bayer für Monsanto bezahltBayer war lange ein Unternehmen, das zahlte und zahlte und sich doch nicht von seinen Klagen lösen konnte.
Was Experten sagen
Ein gigantisches Rechtsrisiko hatte sich der Leverkusener Dax-Konzern mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto eingekauft. Kurz nach Vollzug der Transaktion rollte eine Klagewelle los, heute sind Milliarden Euro verbrannt und noch 67. 000 Klagen gegen das Unternehmen offen.
Architekt des milliardenschweren Monsanto-Geschäfts war Werner Baumann. Er hat gemeinsam mit dem früheren Vorstandschef und späteren Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Wenning den schon damals umstrittenen Zukauf abgeschlossen. Baumann wollte mit der Übernahme den schlagkräftigsten Agrarkonzern formen.
Ernten konnte er wenig: In Baumanns Amtszeit kam es zu einem beispiellosen Kursverfall. Andersons Strategie verfingDie einst wertvollste Aktie im Dax verlor zwischenzeitlich mehr als zwei Drittel ihres Wertes. Baumann war der erste amtierende Dax-Vorstand, dem auf einer Hauptversammlung die Entlastung verweigert wurde.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




