
Prüfungen an Hochschulen: Bayerns KI-Vorstoß ist nur Symbolpolitik
Prüfungen an Hochschulen : Bayerns KI-Vorstoß ist nur Symbolpolitik Ein Kommentar von Thomas Thiel 25.06.2026, 17:05Lesezeit: 4 Min. Der KI-Zukunft zugewandt: der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume in der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prüfungen an Hochschulen : Bayerns KI-Vorstoß ist nur Symbolpolitik Ein Kommentar von Thomas Thiel 25. 2026, 17:05Lesezeit: 4 Min. Der KI-Zukunft zugewandt: der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume in der KabinettssitzungFrank Hoermann / SVEN SIMONDie bayerische Landesregierung will ihren Hochschulen verbieten, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz pauschal zu verbieten.
Doch wer hat das überhaupt gefordert? Und wie soll Prüfungsbetrug verhindert werden? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Seit die Künstliche Intelligenz an den Universitäten Einzug gehalten hat, kursieren dort die unterschiedlichsten Szenarien.
Die Einzelheiten
Manche halten Prüfungen unter KI-Bedingungen für ein Auslaufmodell und empfehlen ersatzweise die Bewertung von KI-Kompetenz. Andere fordern die Rückkehr zu Klausuren und mündlichen Prüfungen, was die Frage offenlässt, wie der Nachweis wissenschaftlicher Arbeitsfähigkeit künftig erbracht werden soll. Der klassischen Hausarbeit, die genau diesen Zweck erfüllt, wurden schon viele Nachrufe gewidmet.
In Kombination mit mündlichen Prüfungen ließe sich jedoch verhindern, dass makellose Arbeiten von Studenten vorgelegt werden, die vom Inhalt keinen blassen Schimmer haben. Die Lage ist also nicht aussichtslos, aber verworren. Klar ist vorläufig nur, dass zusätzliche Prüfungsleistungen an der Massenuniversität nicht kostenneutral erbracht werden können.
Wenn die Politik den Hochschulen nicht mehr Lehrpersonal zur Verfügung stellt, werden die Hochschulen mutmaßliche KI-Täuschungen durchwinken, was dem Vernehmen nach schon heute massenhaft geschieht, weil man angesichts der unklaren Rechtslage die juristische Auseinandersetzung scheut und genügend andere Dinge zu tun hat. Dazu kommen weitere Unklarheiten. Die Prüfungsordnungen sind der neuen Technik zumeist noch nicht angepasst.
Was Experten sagen
Die Frage, ob KI nur für Orthographie und Grammatik oder auch für Themenfindung, Gliederung und Argumentation verwendet werden darf, bleibt den Dozenten überlassen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen KI-Kompetenz auf dem VormarschDie bayerische Landesregierung hat nun ein Machtwort gesprochen und ein generelles Verbot des KI-Einsatzes durch die Prüfungsordnungen per Kabinettsbeschluss verboten.
Das Doppel-Verbot, das im bayerischen Hochschulgesetz verankert werden soll, begründete der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume schon an früherer Stelle mit der Gewissheit, dass die Künstliche Intelligenz nicht mehr aus den Hochschulen verschwinden werde. Blume adelte KI-Kompetenz gar zur neuen Kulturtechnik, die gleichberechtigt neben Lesen, Schreiben und Rechnen trete, und rief dazu auf, sie zu fördern. Nun hat das Kompetenzparadigma an den Hochschulen schon viel Unheil gestiftet.
Von der Kommunikationskompetenz bis zur Partizipationskompetenz hat es eine Flut seltsamer Wortkombinationen hervorgebracht und zur Entwertung des Fachwissens beigetragen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





