
Reallöhne: Kaufkraft steigt im ersten Quartal trotz Irankriegs
Höhere Kaufkraft trotz Irankrieg Reallöhne sind im ersten Quartal gestiegen Je nach Branche gibt es deutliche Unterschiede, aber es ging nach oben: Im ersten Quartal des Jahres ist die Kaufkraft gestiegen. Experten...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Höhere Kaufkraft trotz Irankrieg Reallöhne sind im ersten Quartal gestiegen Je nach Branche gibt es deutliche Unterschiede, aber es ging nach oben: Im ersten Quartal des Jahres ist die Kaufkraft gestiegen. Experten blicken jedoch mit Sorge auf die Inflation. 44 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Einzelhandel (Symbolfoto): Die Gehälter sind schneller gestiegen als die Verbraucherpreise Foto: Wolfgang Maria Weber / IMAGO Zum Jahresbeginn sind in Deutschland die Löhne und Gehälter erneut schneller gestiegen als die Verbraucherpreise. Daraus ergibt sich im ersten Quartal 2026 eine Steigerung der Reallöhne um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Die Einzelheiten
Die Bruttomonatslöhne einschließlich Sonderzahlungen wuchsen von Januar bis März um durchschnittlich 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wird der Anstieg der Verbraucherpreise von rund 2,2 Prozent abgezogen, bleibt davon ein Reallohnzuwachs von etwa 1,8 Prozent übrig. Im Vorquartal fiel er mit 1,9 Prozent ähnlich hoch aus.
Zuletzt war im ersten Quartal 2023 ein Reallohnverlust registriert worden. 2022 hatte es wegen der hohen Inflation infolge des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine einen starken Einbruch der Reallöhne gegeben. Seit rund drei Jahren aber gibt es nun einen Aufwärtstrend bei der Kaufkraft.
Privater Konsum könnte die Konjunktur stabilisieren»Doch das Bild könnte sich schon bald wenden«, warnte der Entgeltexperte aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Malte Lübker. »Falls die Inflation im Zuge des Irankriegs das Lohnwachstum überholt, sinkt die Kaufkraft der Beschäftigten wieder. «Reale Lohnzuwächse könnten die Konjunktur stabilisieren.
Was Experten sagen
Da die Exporte wegen der zunehmenden Konkurrenz durch China und hohe US-Zölle unter Druck stehen, wären Impulse durch den privaten Konsum umso wichtiger. »Voraussetzung dafür ist wiederum eine positive Kaufkraftentwicklung«, sagte WSI-Experte Lübker. Mehr zum Thema Fed, EZB und Co.
: Warum die Inflation nicht von allein wieder verschwinden wird Eine Kolumne von Henrik Müller Auswertung zur Kaufkraft: War früher wirklich alles günstiger? Von Nina Krug und Alexander Preker Hohe Kraftstoffpreise als Folge des seit Ende Februar währenden Irankriegs haben die Inflation im April auf 2,9 Prozent getrieben – den höchsten Stand seit Anfang 2024. Vor Kriegsbeginn lag sie im Februar nur bei 1,9 Prozent, während sie im März bereits 2,7 Prozent erreichte.
Diese Tendenz dürfte sich dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge auch im Mai und Juni fortsetzen – trotz des Tankrabatts, der aber nur einen Teil des kriegsbedingten Anstiegs der Preise für Diesel und Benzin ausgleicht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





